Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Mark Webber startet mit harten Reifen

Verdirbt Webber Vettels WM-Party?

Formel 1 GP Indien 2013 Mark Webber Foto: xpb 66 Bilder

Sebastian Vettel würde seinen vierten WM-Titel gerne mit einem Sieg beim GP Indien krönen. Doch das Unternehmen ist gefährdet. Teamkollege Mark Webber startet mit guten Chancen mit den harten Reifen von Platz 4. Der Australier könnte Vettels WM-Party mit seinem ersten Saisonsieg stören.

26.10.2013

Bei diesem Grand Prix von Indien gibt es zwei Pole Positions. Auf der echten steht Sebastian Vettel mit 0,757 Sekunden Vorsprung auf die beiden Mercedes-Piloten. Alle drei starten auf den weichen Reifen, die sich im Training als Minutenbrenner erwiesen. Die zweite Pole Position gehört Mark Webber. Der Australier geht von Platz 4 ins Rennen und ist der schnellste Fahrer der Fraktion, die sich den harten Reifen für den Start ausgesucht hat.

Die halten nach Aussage aller Beteiligten ewig. Mindestens 20 Runden. Webber sieht seine Siegchancen wie Fernando Alonso, der auf der gleichen Strategie unterwegs ist: "Es steht 50 zu 50. Ja, ich stehe auf der virtuellen Pole Position. Aber man darf Sebastians Speed nicht unterschätzen. Er ist hier im Schnitt eineinhalb Zehntel schneller als ich. Und irgendwann muss ich die weichen Reifen auch noch einmal aufziehen."

Vettels weiche Reifen hielten drei Runden

Die Webber-Fraktion hofft, dass die weichen Sohlen am Ende des Rennens mit wenig Benzin im Tank und viel Gummi auf der Bahn länger überleben als in der Startphase. Webber selbst winkt jedoch ab: "Egal welche Bedingungen. Dieser Reifen geht schnell kaputt. Sogar beim Langsamfahren überlebt der nicht mehr als ein paar Runden." Webber verweist dabei auf Vettels Versuch im dritten Training, zwölf Runden auf einen Satz weicher Reifen zu fahren. Auf zwei schnelle 1.31er Runden folgte noch ein Umlauf von 1.32,688 Minuten. Dann brachen die Reifen auf ein Niveau von 1.34 Minuten ein. Ein Zeitverlust von drei Sekunden.

Webber kann sich nicht vorstellen, dass die Gummimischung Soft im Rennen plötzlich langlebiger ist: "Die Frage ist, ob wir die Jungs mit den weichen Reifen noch auf der Strecke überholen oder, weil sie früh stoppen. Die Simulationen, wie weit sie zurückfallen, sind nicht ganz eindeutig."

Weicher Reifen wirft Blasen

Die McLaren-Piloten glauben, dass Vettel, Rosberg und Hamilton nach ihrem ersten Boxenstopp im Mittelfeld landen könnten. "Und dann werden sie nicht einfach so nach vorne kommen", hofft Jenson Button. Die Rundenzeiten auf den Medium-Reifen werden nämlich mit abnehmender Spritmenge immer schneller. Im Fachjargon nennt man das "negative Degradation".

Die Angst von Fernando Alonso, dass andere Wetterumstände oder mehr Gummi auf der Ideallinie den weichen Reifen wie am Nürburgring plötzlich helfen könnten, wird von McLaren-Sportdirektor Sam Michael nicht geteilt: "Egal, was passiert. Der weiche Reifen wird massiv abbauen. Sollte es heißer werden, umso schlimmer." Besonders gefährdet ist der linke Vorderreifen. "Der leidet in den Kurven 8, 10, 11 und 14 und wirft dann Blasen", weiß Nico Hülkenberg, der mit der Vettel-Taktik ins Rennen geht. Ein unangenehmes Gefühl. "Auf der Geraden spürst du Vibrationen, und in den Kurven fehlt Grip. Und dann hast du ständig im Hinterkopf, dass der Reifen platzen könnte."

Vettel vertraut auf Simulationen

Sebastian Vettel fühlt sich aller Unkenrufe zum Trotz gut für das Rennen gerüstet. Auf seiner Seite stehen die überlegenen Rundenzeiten. "Der erste Stint wird sicher unterhaltsam. Aber wir haben unsere Hausaufgaben im Simulator gut gemacht. Ich vertraue darauf, dass meine Leute alles richtig durchgerechnet haben. Das Auto hat sich von der ersten Trainingsrunde an sehr gut angefühlt. Wir mussten nur noch etwas Feintuning betreiben."

Der Topspeed ist mit 315,9 km/h nicht so schlecht. Damit liegt Red Bull ausnahmsweise mal im guten Mittelfeld. Sein größter Konkurrent Mark Webber aber auch. Und der wird am Sonntag keine Geschenke verteilen. Weil er weiß, dass Vettel ein fünfter Platz für den Titelgewinn reicht. Und dass er mit einem Sieg Vettels Gegner Alonso wichtige Punkte wegnimmt.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden