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Mark Webber überlebt Horrorcrash

"Rennwagen gehören nicht in die Luft"

Mark Webber Foto: Daniel Reinhard 33 Bilder

Wie durch ein Wunder überlebte Mark Webber einen Salto mit rund 300 km/h unverletzt. Schon vor elf Jahren in Le Mans hob der Australier mit seinem Auto ab. Webber war froh, dass keine Brücke im Weg stand, wie er nach dem Rennen mitteilte.

27.06.2010 Tobias Grüner

Wie haben Sie den Unfall erlebt?
Webber: Ich hatte schon einen schwachen Start und einen schlechten ersten Sektor. Die ersten zwei Schikanen liefen einfach nicht gut. Da haben wir etwas mit der Strategie ausprobiert, um ein paar verlorene Positionen zurückzugewinnen. Ich wusste, dass das Podium außer Reichweite war, aber ich wollte wenigstens ein paar Punkte. Auch der Boxenstopp war nicht gut. Ich habe dann ziemlich schnell auf Heikki (Kovalainen) aufgeholt. Auf der hinteren Geraden ist er dann ein Stück nach links gegangen. Ich habe gedacht, dass er mich vielleicht reinlässt. Dann ging er aber wieder nach rechts und ich dachte: Okay, er will kämpfen. Daraufhin bin ich aus dem Windschatten wieder nach links gezogen. Er ist wieder mitgegangen. Als ich dann noch mal nach rechts ging, hat er auch schon gebremst. Das war noch so weit vor dem Bremspunkt. 80 Meter früher als in der Runde davor.

Der Unfall passierte also bei Vollgas?
Webber: Ja.

War der F-Schacht in diesem Moment noch aktiv?
Webber: Ja, aber das hatte keine Auswirkungen.

Der Geschwindigkeitsunterschied war also nicht deutlich größer als z.B. in einem Duell gegen Hamilton?
Webber: Glaube ich nicht.

Haben Sie gleich gemerkt, wie das Auto abhebt und einen Salto schlägt?
Webber: Ich wusste direkt, dass ich mich mitten in einem großen Crash befinde. Da war ich nur noch Passagier. Ich hatte Glück, dass die Auslaufzone an dieser Stelle groß ist. Es war auch gut, dass dort eine Reifenwand steht und nicht die neuen Techpro-Mauern. Die sind meiner Meinung nach nicht so gut. Der Aufprall wurde besser abgedämpft als bei meinem Crash in Singapur. Die größte Überraschung war einfach, dass solche Dinge passieren können, wenn man in der Formel 1 zu früh bremst.

Haben Sie irgendwelche Kratzer abbekommen?
Webber: Kleine Schwellungen an verschiedenen Stellen, aber ich werde in Silverstone wieder fit sein.

Wie hart war der erste Aufprall auf den Boden?
Webber: Nicht so schlimm. Ich hatte ja noch viel Schwung nach vorne. Das hat geholfen.

Haben Sie in dem Moment, als Sie auf die Bande zugerutscht sind, schon gewusst, dass es gut ausgeht?
Webber: Ja, schon. Ich hatte mehr Sorgen vorher, dass in der Luft irgendwelche Brücken im Weg sein könnten. Ich wusste ja, dass ich weit nach oben gestiegen bin.

Haben Sie irgendeine Erklärung dafür, dass die Aufhängung beim Aufprall nicht weggebrochen ist?
Webber: Ich weiß nicht genau, ob es der Frontflügel oder der Reifen war, der mich in die Luft beförderte. Ich glaube es war der Flügel.

Haben Sie schon mit Heikki darüber gesprochen?
Webber: Ja. Er hat gesagt, dass er um seine Position gekämpft und sich verteidigt hat.

Hat es sich wie bei ihren Flugunfällen (1999) in Le Mans angefühlt?
Webber: Ja, es war ungefähr bei gleichem Tempo und mit ähnlichem Ausgang in der Luft. Da gehören Rennautos eigentlich nicht hin.

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