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Nürburgring-Triumphator Mark Webber

Premierensieg sollen weitere folgen

GP Deutschland 2009 Foto: Red Bull 60 Bilder

Zwei Tage nach seinem Premierensieg hat Mark Webber die Welle der Gratulanten und Interviews endlich überwunden. Der Blick des Australiers geht bereits nach vorne. Dem ersten Sieg sollen nun gleich weitere folgen.

14.07.2009 Tobias Grüner

Mark Webber ist den Fluch endlich los. Nach 130 Rennen wurde auf dem Podium zum ersten Mal die australische Nationalhymne für den Red Bull-Piloten gespielt. "In der Runde zurück zur Boxengasse habe ich mich besonders auf mein Team und die Hymne gefreut", beschreibt der Routinier die letzten Meter auf dem Nürburgring.

Pressemarathon bis in die Nacht

Danach wurde nur noch gefeiert. Ständig klingelte das Handy des Red Bull-Piloten. "Schon nach dem Qualifying hatte ich 80 oder 90 Mitteilungen. Nach dem Rennen waren es so um die 160. Ich wusste gar nicht, dass ich meine Nummer so vielen Leuten gegeben habe." Sogar die australische Rennlegende Jack Brabham schickte eine E-Mail. Noch am Sonntagabend ging es zurück in die britische Heimat. Doch dort war der Gratulationsmarathon noch lange nicht beendet.

"Ich habe einen dummen Fehler gemacht. Als wir am Abend ankamen wachte Australien gerade erst auf. Nach der Presse in Europa musste ich mich erst einmal um die heimische Presse kümmern. Das ging ohne Pause von 21 Uhr bis um zwei Uhr nachts. Ich konnte mich aber nicht überwinden, das Telefon auszuschalten." Auch der Empfang in der Red Bull-Fabrik am Montag konnte sich sehen lassen. Das Team spielte ihm zur Begrüßung seinen Siegesjubel aus dem Cockpitfunk ein. "Ich konnte mich gar nicht daran erinnern, dass ich so lange geschrieen habe."

Webber ganz entspannt

Nach einem Abendessen mit der australischen Cricket-Mannschaft konnte Webber endlich wieder etwas durchatmen und sich Gedanken über seinen triumphalen Auftritt auf dem Nürburgring machen. "Es war eigentlich ein normales Rennen. Erst als der Himmel dunkel wurde dachte ich: 'Mist, jetzt fängt es noch zu regnen an.' Da habe ich nochmal ein bisschen Gas gegeben. Aber selbst die letzten zehn Runden haben nicht besonders lange gedauert. Ich war selbst überrascht, wie entspannt es sich angefühlt hat."

Auf der Woge des Erfolgs will Webber auch in den nächsten Rennen weiterschwimmen. "Ich habe mit meiner Pole Position und dem Sieg erstmals unbekanntes Terrain überquert. Das kann mir nur helfen. Ich hoffe, dass ich den Schwung mitnehmen kann, auch wenn ohne Zweifel noch ein paar harte Rennen in Zukunft auf uns warten werden."

Keine Unterstützung für Vettel

Nach seinem Sieg liegt Webber in der Fahrerwertung nur noch 1,5 Punkte hinter Sebastian Vettel. Den teaminternen Zweikampf sieht der Mann aus Queanbeyan ganz entspannt. "Das ist ein ganz unkompliziertes Ding. Wir Fahrer müssen nur ins Cockpit steigen und die bestmögliche Arbeit abliefern." Von Unterstützung von seinem deutschen Teamkollegen will Webber nichts wissen: "Es wird ein Hin und Her geben, bis einer von uns einen Rückschlag erlebt."

"Außerdem sind ja noch andere Piloten am WM-Kampf beteiligt. Es ist unrealistisch anzunehmen, dass es nun mit Red Bull-Doppelsiegen bis zum Ende der Saison weitergeht. Es wird noch einige interessante Grands Prix geben." Das Team ist laut Webber in einer unglaublich guten Position für den Konstrukteurspokal, mit zwei Fahrern die so nahe beieinander liegen. "In der Fahrerwertung heißt unsere große Hürde Jenson Button, da er von den punktemäßig noch zwei Rennen vorne liegt."

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