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Mark Webber rechnet in der Pressekonferenz ab

"Nicht schlecht für eine Nummer zwei"

Mark Webber Foto: xpb 29 Bilder

Bei Red Bull brodelt es nicht mehr, sondern es kocht. Und zwar verdammt heiß. Der Sieg für Mark Webber schien nach der Flügel-Diskussion am Samstag wie eine göttliche Fügung. In der Pressekonferenz teilte er ordentlich aus.

11.07.2010 Bianca Leppert

Erst Istanbul, dann Silverstone. Mark Webber und Sebastian Vettel werden in diesem Leben sicher keine Freunde mehr. Der Australier musste am Samstag zu Gunsten Vettel auf die neue Version des Frontflügels von Red Bull verzichten. Da kam ihm der Sieg im Rennen als Genugtuung gerade recht.

Webber war stinksauer

"Nicht schlecht für eine Nummer zwei", gab Webber nach der Zieldurchfahrt über den Funk durch. Ein deutlicher Seitenhieb gegen diejenigen bei Red Bull, die Vettel bevorzugten. Für Webber war der Sieg wie eine Ironie des Schicksals. "Manchmal gibt es da oben eben jemanden", sagte er in der Pressekonferenz.
 
Die war für den Australier ein gefundenes Fressen, seinem Unmut öffentlich Luft zu machen. Statt von Vettel sprach er einfach nur von "dem anderen Auto, das ein Problem hatte." Der Groll darüber, dass er auf den neuen Frontflügel verzichten musste, weil der seines Teamkollegen kaputt ging, saß noch tief. "So etwas sollte nicht passieren", meinte er. "Manche Fahrer haben mir während der Fahrerparade ein paar Frontflügel von ihren Autos angeboten, aber ich habe gesagt, ich behalte meinen. Seb hat das nicht getan, aber andere haben versucht mir einen anzubieten."

Webber macht sich über Situation lustig

Schon vor dem Rennen witzelte man im Fahrerlager darüber, wie wohl die erste Kurve zwischen Vettel und Webber, die auf Platz eins und zwei ins Rennen starteten, ausgehen würde. Tatsächlich erwischte Webber dann den besseren Start und die Streithähne lieferten sich ein Duell - zumindest bis Vettel wegen eines Plattfußes aufgeben musste. "Da war viel Platz, du hättest einen Bus dazwischen fahren können", frotzelte Webber.
 
Es ist offensichtlich, dass er seine Situation satt hat. "Ich hatte ein paar Hürden in meiner Karriere, auch privat", sagt er. "Und man bewertet den Charakter eine Person daran wie sie aus der Not wieder heraus kommt. Alle Fahrer haben das in ihrer Karriere mal gehabt. Ich offensichtlich mehr als andere. Aber wann hört das endlich auf?"
 
Diese Frage stellt sich nicht nur der Australier. Red Bull hat das schnellste Auto, kann sich mit dem Zank seiner Fahrer aber nur selbst ein Bein stellen. Red Bull Berater Helmut Marko meinte nach dem Zwischenfall in Istanbul, dass Webber und Vettel ja schließlich nicht zusammen Abend essen müssen. Nach Silverstone scheint es aus Webbers Sicht, als würden sie noch nicht einmal mehr miteinander sprechen wollen.

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