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Drama um Mark Webber

Rendezvous mit der Defekthexe

Mark Webber- Christian Horner  - Formel 1 - GP Europa - 23. Juni 2012 Foto: xpb 48 Bilder

Mark Webber hatte einen dieser Tage, an dem gar nichts ging. Der Australier konnte wegen eines Bremsproblems am Samstagmorgen nur vier Runden drehen. Am Nachmittag streikte DRS. Jetzt steht er auf Platz 19. Das Szenario kennt er aus Shanghai 2011. Da wurde er noch Dritter. An eine Wiederholung der Großtat glaubt Webber nicht.

23.06.2012 Michael Schmidt

Der Tag hatte schon schlecht begonnen. Nach nur vier Runden der dritten Trainingssitzung bog Mark Webber in die Boxen ab. Er spürte ein Problem mit den Bremsen. "Das Pedal fiel komplett durch. Der Hauptzylinder war defekt." Die Red Bull-Mechaniker schufteten sich die Finger wund, um das Problem zu lösen. Es klingt nach einer kleinen Reparatur, doch die gibt es bei den komplexen Formel 1-Autos von heute nicht mehr. "Das ganze Auto war in Einzelteile zerlegt", lächelte Webber gequält.

Hydraulikproblem am DRS

Kaum hatte die Qualifikation begonnen, spürte der Monaco-Sieger ein neues Malheur. "Irgendetwas in der Hydraulik. DRS und das Getriebe haben Schwierigkeiten gemacht. Das mit dem Getriebe konnten unsere Jungs in der Kürze der Zeit lösen. Mit DRS nicht."

Ob das Zerlegen des Autos nach dem Bremsdefekt etwas mit der Hydraulikseuche vom Nachmittag zu tun hatte, wollte Webber nicht bestätigen: "Wer kann das schon sagen? Meine Mechaniker haben einen Super-Job gemacht, das Auto wieder hinzukriegen. Selbst wenn die Hydrauliksache dadurch ausgelöst wurde, kann man keinem einen Vorwurf machen."

Aufholjagd von hinten schwierig

Webber wurde sofort mit weichen Reifen in die Schlacht geschickt. Es war eine aussichtslose Schlacht. "Ohne DRS bist du in Valencia nirgendwo. Das habe ich schon am Freitag gemerkt, als das Problem bereits einmal aufgetaucht war." 60 Prozent einer Runde wird im Training mit flach gestelltem Heckflügel gefahren. "Auf der Uhr sind das 1,3 Sekunden", winkte Webber enttäuscht ab.

Damit startet der Australier beim GP Europa vom 19. Platz. Das wird ihn an den GP China 2011 erinnern, als er an ähnlicher Stelle losfuhr, aber als Dritter ins Ziel kam. "Damit kann ich morgen wahrscheinlich nicht rechnen. Überholen ist in Valencia fast so schwierig wie in Monaco, weil es nur eine Linie durch die geschlängelten Geraden gibt. Und der Topspeed zählt nicht gerade zu unseren Stärken. In China gibt es wenigstens eine lange Gerade, auf der man Plätze gut machen kann."

Adrian Newey kann entspannen

Das Pech kam zum falschen Zeitpunkt. Vor allem weil die direkten WM-Gegner Sebastian Vettel und Lewis Hamilton in der ersten Startreihe stehen. In dieser verrückten WM zählt jeder Punkt. Der stark modifizierte Red Bull RB8 zeigte in Valencia eine gute Form. Diese Momente muss man ausnutzen. Webber bekam am Freitag wenigstens ein Gefühl dafür, wie gut die Ausbaustufe funktioniert: "Ich würde jetzt nicht sagen, dass sie uns jedes Rennen gewinnt, aber ich habe unseren Cheftechniker Adrian Newey schon lange nicht mehr so relaxt gesehen."

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