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Mark Webber über den neuen Red Bull

"7 von 100 Runden sind gut"

Mark Webber, Red Bull, Formel 1-Test, Barcelona, 21. Februar 2013 Foto: xpb 22 Bilder

Mark Webber ist mit dem Testbeginn zufrieden. Red Bull leidet wie alle unter den Reifenproblemen, doch Mark Webber und Sebastian Vettel sitzen in einem Auto, das sie verstehen. Deshalb können sie sich ganz auf die Reifenfrage konzentrieren.

21.02.2013 Michael Schmidt

Red Bull wartet immer noch auf die erste Tagesbestzeit. An der Spitze der Tabelle stehen immer andere. In Jerez wie in Barcelona. In Jerez ging die Bestzeit zwei Mal an Lotus, an Ferrari und an McLaren. In Barcelona je ein Mal an Mercedes, McLaren und Ferrari. Red Bulls bestes Ergebnis ist ein zweiter Platz von Sebastian Vettel. Trotzdem macht sich im Team der Weltmeister keiner einen Kopf darüber.

Auch nicht Mark Webber, der den dritten Testtag als Achter mit einem Rückstand von 1,149 Sekunden auf Fernando Alonsos Bestmarke beendete: "Das Auto ist ein guter Fortschritt zu seinem Vorgänger. Es wäre auch verwunderlich, wenn es anders wäre. Die große Herausforderung für uns besteht darin, die Reifen zu verstehen." Bei Ferrari und McLaren liegt man da noch einen Schritt zurück. Da ist auch das Auto noch eine Unbekannte.

Wer liest die Daten am besten?

Die Reifen behindern auch bei Red Bull die Entwicklungsarbeit. "Sieben von 100 Runden sind gut. Da hast du genügend Grip vom Reifen, um Setupänderungen zu verstehen. Wir müssen unter den Umständen unser Programm anpassen und versuchen, die Daten richtig zu lesen und das Maximum aus den beschränkten Erkenntnissen herauszuholen."

Barcelona bietet den Fahrern keine Grand Prix-Bedingungen. Trotzdem glaubt Webber nicht, dass man bei seinem Heimrennen im Wald stehen wird. "Wir fahren im dritten Jahr mit Pirelli-Reifen in Melbourne. Es gibt Daten der ersten beiden Rennen. Sie sind aber nur ein Schnappschuss. Deshalb will ich nicht ausschließen, dass selbst ein gestandenes Team wie Red Bull eine Überraschung erleben kann."

Der Red Bull RB9 ist noch ein Embryo

Der Red Bull RB9 ist eine bekannte Größe. Die Konkurrenz ging ins Risiko. Für Webber können beide Strategien aufgehen: "Dieses Szenario gilt für Februar. Es kann im September ganz anders aussehen. Der RB9 ist noch ein Embryo. Wenn er jetzt noch eine Evolution ist, muss er das nicht unbedingt bleiben. Unsere Gegner sind auf neue Konzepte aufgesprungen, weil sie sich etwas dabei gedacht haben. Wir wissen, was wir als Basis in den Händen haben. Es hätte keinen Sinn gemacht, blind in die Dunkelheit zu feuern."

"Der RB9 in seinem augenblicklichen Zustand ist das, was Adrian Newey für den Saisonbeginn als beste Lösung betrachtet. Es gibt über ein Jahr so viel Entwicklung, dass sich alle Autos ständig verändern. Früher gab es während der Saison manchmal B-Versionen. wenn wir diesen Maßstab heute anlegen, dann war der letztjährige RB8 am Ende der Saison eine Q-Version."

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