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Mark Webber vor Abschied in Brasilien

"Vermisse Adrenalin und Adrian Newey"

Mark Webber - Red Bull - Formel 1 - GP USA - 14. November 2013 Foto: xpb 66 Bilder

Mark Webber fährt in Brasilien das letzte Formel 1-Rennen seiner Karriere. Der Australier erklärte, dass er bereit für den Absprung ist. Das Negative habe das Positive zuletzt überwogen. Eine neue Herausforderung steht schon vor der Tür.

21.11.2013 Tobias Grüner

Mark Webber steigt noch einmal in den Red Bull RB9. Am Montag nach dem Grand Prix von Brasilien ist seine Karriere als Formel 1-Pilot beendet. Nach 215 Rennen. Besonders aufgeregt wirkte der Routinier nicht, als er sich am Donnerstag (21.11.2013) noch einmal der Presse stellte.

"Noch fühlt sich alles nach einem normalen Rennwochenende an. Das könnte sich am Sonntag allerdings ändern", grinste der 37-jährige F1-Rentner in Spe. "Ich bin ganz entspannt. Momentan denke ich mehr daran, hier noch einmal ein gutes Ergebnis einzufahren." Gerne würde er noch seinen 10. GP-Sieg feiern und die Siegeserie von Teamkollege Vettel unterbrechen.

Webber freut sich bereits auf Porsche-Herausforderung

Dass Webber die Formel 1 besonders vermissen wird, darf bezweifelt werden. Zuletzt erklärte er öfter, dass es nicht leicht sei, nicht zu motivieren. Stattdessen ist die Vorfreude auf seine neue Aufgabe im Porsche Le Mans-Programm spürbar. "Ich bin bereit mit Formel 1 aufzuhören. Die nächste Herausforderung wartet ja bereits auf mich", blickt Webber in die Zukunft.
 
"Zuletzt lief es nicht ganz optimal für mich. Es ist an der Zeit loszulassen. Ich würde nicht gehen, wenn es nicht auch Negatives geben würde. Mehr Negatives als Positives", begründete der Pilot seinen Abschied.

Ganz leicht fällt ihm der Rücktritt aber nicht. "Ich habe hier über die Jahre viele Freunde gefunden. Ich werde auch die Herausforderung vermissen, ein schnelles Auto am Limit zu bewegen, das Adrenalin, aber auch die Zusammenarbeit mit Adrian Newey."

Moderne Formel 1 nicht nach dem Geschmack Webbers

Mit der modernen Formel 1 und den Pirelli-Reifen konnte sich Webber nie anfreunden. Der Aussie gibt zu, dass er sich nicht leicht getan hat in letzter Zeit. Dazu kam, dass die Regeländerungen der vergangenen Jahre nicht nach seinem Geschmack waren. "In den Rennen gab es immer wieder etwas langweilige Phasen. Dazu kamen die Überholhilfen wie DRS. Das ganze wurde etwas künstlich. Gut für die neutralen Zuschauer, aber nicht ganz so erfüllend für einen Fahrer."
 
Gerne blickt Webber auf die Ära vor KERS und DRS zurück. "Die beste Zeit in der Formel 1 war Mitte der 2000er Jahre. Mit dem Reifenkrieg und dem Nachtanken während des Rennens war man während des des gesamten Wochenendes ständig extrem gefordert. Außerdem lieferte der V10-Motor ordentlich Leistung."

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