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Taxi-Verwarnung "lächerlich"

Webber wundert sich über Strafe

Mark Webber GP Singapur 2013 Foto: Red Bull 58 Bilder

Mark Webber kann nicht nachvollziehen, warum er für die Taxifahrt in Singapur seine dritte Verwarnung kassiert hat. Der Australier bezeichnete das Urteil für die Anhalter-Aktion als "lächerlich".

24.09.2013 Tobias Grüner

Die Diskussionen über die Taxi-Aktion nach dem Grand Prix von Singapur reißen nicht ab. Immer mehr Fahrer melden sich zur Anhalter-Fahrt von Mark Webber auf dem Seitenkasten von Fernando Alonso zu Wort. Die Fans streiten sich noch immer in Foren und sozialen Netzwerken, ob das Ganze jetzt cool oder eher gefährlich war.

Auch die FIA hat in der Zwischenzeit noch einmal ihren Standpunkt klargemacht. Der Weltverband will es auch weiterhin nicht tolerieren, wenn Fahrer ohne Erlaubnis der Marshals die Strecke betreten. Piloten, deren Autos noch fahren, sollten demnächst lieber zweimal überlegen, ob sie gestrandete Kollegen mitnehmen - und wenn, dann nur an sicheren Haltestellen wie z.B. Auslaufzonen.

Webber verwundert über "lächerliche" Strafe

Nun äußerte sich auch der Betroffene selbst erstmals zu der Angelegenheit. Webber zeigt kein Verständnis für das Urteil: "Dass Fernando und ich für die Aktion Verwarnungen bekommen haben, finde ich gelinde gesagt lächerlich. Das war doch ein toller Moment. Und die Fans waren begeistert", schrieb der Australier am Dienstag (24.8.2013) auf Twitter.

Webber betonte zudem, dass nach dem Löschen des Feuers im Heck des Red Bull kein weiterer Austausch mit den Marshals stattgefunden habe. Dass er nun wegen der dritten Verwarnung in dieser Saison in Korea 10 Plätze weiter hinten starten muss, kann der Routinier nicht nachvollziehen. Solche Taxifahrten seien schließlich in der Formel 1 keine Seltenheit, erklärte Webber und twitterte zum Beweis eine Collage von Bildern vergleichbarer Aktionen.

Webber twittert Warwick-Foto

"Einer der Singapur-Stewards hat sowas sogar schon selbst mal gemacht", schrieb der Red Bull-Pilot und fügte ein Foto von Derek Warwick vom GP Japan 1988 an. Der damalige Arrows-Pilot, der in Singapur als Fahrervertreter unter den FIA Kommissaren an der Entscheidung gegen Webber beteiligt war, wurde damals von Ferrari-Pilot Gerhard Berger auf dem Seitenkasten mitgenommen.

Beistand bekam Webber auch von Kollege Jenson Button: "Ich bin enttäuscht, dass Mark und Fernando bestraft wurden. Für solch sportliche Aktionen sollte es keine Strafen geben", erklärte der Brite ebenfalls über Twitter. Allerdings schränkte Button ein: "Vielleicht hätte Fernando an einer etwas sichereren Stelle anhalten sollen. Das war nicht so clever. Aber trotzdem war das Urteil etwas hart."

Webber-Aktion sorgt für gespaltene die Meinungen

Lewis Hamilton hatte die Stunt-Einlage direkt nach dem Rennen dagegen etwas anders bewertet. Der Mercedes-Pilot musste durch die Auslaufzone ausweichen, weil Alonso am Ausgang einer blinden Kurve geparkt hatte. "Ich war schockiert", hatte der Brite erklärt. "Wäre Mark in dem Moment über die Straße gelaufen, hätte ich ihn getroffen."

Nach Ansicht der Aufnahmen der Streckenüberwachung zeigten viele Experten Verständnis für die Strafe durch die FIA. Vielleicht kommt ja auch bei Mark Webber irgendwann die Einsicht. Sicher ist dagegen, dass die Angelegenheit noch zu weiteren Diskussionen führen wird.

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