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Schock beim Re-Start

Wie kam der Marshall auf die Strecke?

Streckenposten - GP Singapur 2016 Foto: sutton-images.com 66 Bilder

Das war knapp. Nach dem Re-Start am Ende der zweiten Runde des GP Singapur stockte nicht nur Nico Rosberg der Atem. Ein Streckenposten versuchte ein Wrackteil zu bergen, als das Feld mit 300 km/h heranrauschte. Wir erklären, wie der Mann auf die Strecke kam.

18.09.2016 Michael Schmidt 1 Kommentar

Im letzten Jahr lief ein betrunkener Zuschauer über die Strecke. Diesmal schockte ein Streckenposten die Fahrer und die Zuschauer. Es passierte zu Beginn der dritten Runde. Die Rennleitung hatte das Rennen gerade wieder freigegeben, nachdem es wegen Nico Hülkenbergs Startunfall neutralisiert worden war. Erstaunlich früh, wenn man das Ausmaß des Unfalls sah.

Die Streckenposten hatten den stark beschädigten Force India überraschend schnell geborgen und die gröbsten Wrackteile weggeräumt. So konnte das Safety-Car schon zum Ende der zweiten Runde wieder in die Box einbiegen.

FIA-Rennleiter Charlie Whiting traute seinen Augen nicht, als er Richtung erste Kurve blickte: „Ich sah plötzlich wieder gelbe Flaggen. Bei einem Re-Start sollten sie aber grün sein.“ Erst dann erkannte er den Mann in seiner orange farbenen Kluft.

Chef-Marshall in Kurve 1 erteilte Freigabe

Der Streckenposten bückte sich nach einem Wrackteil, als das Feld geschlossen mit Tempo 300 auf die erste Kurve zuraste. Mit Nico Rosberg an der Spitze: „Es ist kein toller Anblick, wenn man einen Marshall auf der Strecke sieht, und man selbst mit 300 km/h ankommt. Ich habe sichergestellt, dass ich ihm nicht zu nahe komme. Das war eine haarige Situation. Da habe ich sicher auch etwas Zeit verloren.“

Doch wie kam der Streckenposten überhaupt auf die Strecke? Wir haben bei Charlie Whiting nachgefragt. Die Sicherheits-Prozedur vor dem Re-Start verlangt, dass Whiting 3 Mal dem lokalen Rennleiter die Frage stellt: „Track Clear?“

Lautet die Antwort drei Mal „Ja“, wird das Safety-Car eingezogen. „Daraufhin haben wir den Befehl ‚SafetyCar IN‘ ausgegeben. Wir waren selbst überrascht, dass dann plötzlich ein Streckenposten auf der Strecke herumspringt“, so Whiting.

Die FIA wird von dem lokalen Rennleiter Gabriel Tan einen Rapport einfordern. Er wird erklären müssen, warum der leitende Marshall in der ersten Kurve seinem Kollegen die Freigabe erteilte, das Teil einzusammeln. Der Chef-Posten war über das Leitsystem der Strecke über den Re-Start informiert. Offenbar hat er nicht damit gerechnet, dass die Autos so schnell wieder bei Start und Ziel auftauchen.

Neuester Kommentar

OMG. Was wird darüber wieder für ein Hype gemacht. Da war mal ein Typ auf der Strecke - und nicht aus Spass - , alle sind (sehr weit) an ihm vorbeigefahren und gut ist.
Ist die Formel 1 schon so langweilig geworden, dass man sich an so etwas hochziehen muss? Quatschtüte Wasser fing gleich wieder von 'Bestrafung' an (man sollte endlich mal IHN bestrafen für all den verzapften Schwachfug, Fussballblödsinn und Boxpromotion, was keiner hören will - am besten eine lebenslange TV-Sperre).
Ein Marshall auf der Strecke gehört mit zu einem Rennen, bei dem ein paar Fetzen fliegen. Das ist ja immerhin ein Autorennen und kein Ponyhof. Fertig.

austinmini 18. September 2016, 19:53 Uhr
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