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McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh

Perez mit mehr Potenzial als Konkurrenz

Sergio Perez - Formel 1 - GP Italien - 08. September 2012 Foto: xpb 47 Bilder

Martin Whitmarsh hat erstmals Gründe genannt, warum McLaren Sergio Perez verpflichtet hat und nicht die beiden Force India-Kandidaten Nico Hülkenberg und Paul di Resta. Das Alter des Mexikaners war mitentscheidend.

05.10.2012 Tobias Grüner

Die Verpflichtung von Sergio Perez hat bei einigen Experten im Fahrerlager für Verwunderung gesorgt. Der Mexikaner ist erst in seiner zweiten Formel 1-Saison. Die Leistungsschwankungen beim Youngster naturgemäß noch sehr groß. Ferrari nahm früh öffentlich Abstand von dem 22-Jährigen. "Zu unerfahren", lautete das Urteil von Luca di Montezemolo.

Ferrari verzichtet freiwillig auf Perez

Die Italiener müssten den Sauber-Piloten eigentlich am besten beurteilen können. Perez war Teil des Nachwuchsprogramms der Scuderia. Über das Ferrari-Kundenteam Sauber gab es auch aktuelle Daten. Anscheinend waren die nicht so überzeugend, dass man Perez in Maranello einen Vertrag für 2013 anbieten wollte.

Die Alternativen an talentierten Fahrern in der Formel 1 ist zudem groß. Im GP2-Titelkampf wurde Perez 2010 von seinem heutigen Williams-Konkurrenten Pastor Maldonado gebügelt. Auch das Force India-Duo Nico Hülkenberg und Paul di Resta wird von vielen Insidern höher eingeschätzt. Das deutsch-schottische Duo ist regelmäßig zu Gast im Windkanal bei McLaren. Force India verbindet mit dem Team aus Woking eine Technik-Partnerschaft.

McLaren will Rohdiamant Perez schleifen

Wie bereits erwähnt entschied sich McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh am Ende für Sergio Perez. In Suzuka sprach der Brite erstmals über die Gründe. "Wir haben uns schon die Alternativen genau angeschaut. Paul di Resta und Nico Hülkenberg waren ebenfalls mögliche Kandidaten. Wir sehen aber in Sergio ein großes Potenzial. Er ist ein echter Racer, der seine Qualitäten schon oft im Rennen gezeigt hat."

Vor allem das geringe Alter und die Entwicklungsmöglichkeiten gaben am Ende den Ausschlag für Perez. Whitmarsh hofft, dass er seinen mexikanischen Rohdiamanten zum WM-Anwärter schleifen kann: "Wir haben versucht, jemanden zu verpflichten, der noch Entwicklungsspielraum hat. Wir denken, dass das bei Sergio der Fall ist. Wir wissen es aber natürlich nicht. Und andere, die bereits mit ihm zusammengearbeitet haben, sehen in ihm auch ein großes Talent."

Hamilton sagt McLaren kurzfristig ab

Whitmarsh gab zu, dass er erst am Mittwoch nach Singapur von Lewis Hamilton über seinen Wechsel zu Mercedes informiert wurde. "Wir respektieren seine Entscheidung. Mercedes kann sich sehr glücklich schätzen, einen Fahrer von seinem Kaliber verpflichtet zu haben", gratulierte der McLaren-Teamchef der Konkurrenz. Zuvor hatte man aber schon Verhandlungen mit Perez aufgenommen, die dann innerhalb von nur zwei Tagen zu einem Vertrag führten. Dass die neue Fahrerpaarung deutlich schlechter ist, glaubt der Engländer nicht. "Abwarten!", lautet die Parole.

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