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Technikberater Pat Symonds

Marussia 2013 mit Williams-KERS

F1 Halbjahresbilanz Marussia 2012 Foto: Dani Reinhardt 21 Bilder

Technikberater Pat Symonds hat verraten, dass Marussia in der kommenden Saison erstmals ein KERS-Paket von Williams an Bord haben wird. Zusammen mit dem gerade erst angelaufenen Windkanalprogramm erhofft sich das Team von Timo Glock große Fortschritte.

29.08.2012 Tobias Grüner

Marussia fährt in diesem Jahr im Niemandsland der Formel 1 herum. Das rote Auto ist zu langsam, um den Anschluss an Erzrivale Caterham und das Mittelfeld zu halten. Dass man die Konkurrenz von HRT bislang in Schach halten konnte, dürfte für Timo Glock nur ein schwacher Trost sein. Bei Marussia schaut man dennoch optimistisch in die Zukunft.

Nach und nach will man die Früchte der Zusammenarbeit mit McLaren ernten. Das Windkanalprogramm, das Ende 2011 gestartet ist, soll für weitere Fortschritte sorgen. "In der ersten Version des MR01 war davon noch nichts zu erkennen", erklärt Technikberater Pat Symonds. "In Silverstone haben wir das erste größere Update gebracht, das im Windkanal entwickelt wurde." Nach Angaben des Ingenieurs wurde die Erwartungen des Pakets erfüllt.

Marussia will 2013 nach vorne

Obwohl der Fokus bei Marussia mittlerweile auf der Entwicklung des Autos für 2013 liegt, will man in Spa und Singapur weitere neue Teile ans alte Auto schrauben. "Das neue Auto liegt im Plan", verriet Symonds kurz vor dem Ende der Sommerpause. "Es gibt einige entscheidende Änderungen, aber im Grunde ist es einfach eine Verbesserung des MR01. In der ersten Saisonhälfte haben wir einige Dinge gelernt. Und für andere Dinge war letztes Jahr einfach keine Zeit."

Dabei helfen, dass man 2013 besser aus den Startlöchern kommt, soll auch ein neuer Hybrid-Antrieb. Zum ersten Mal überhaupt soll sich dann KERS an Bord eines Marussia-Renners befinden. "Wir planen ein von Williams entwickeltes System einzusetzen, das im Vorjahr mit dem Cosworth-Motor gekoppelt wurde", erklärt Symonds. "Unsere 2013er KERS-Einheit wird eine Weiterentwicklung davon sein."

Marussia sucht personelle Verstärkung

Neben den Verbesserungen am Auto müsse sich der Rennstall aber auch noch in vielen weiteren Bereichen verstärken, forderte Symonds. "Bei einem Team geht es immer um Menschen. Die Ausrüstung ist zwar auch wichtig, aber die kann man sich kaufen. Das ist nur eine Frage des Geldes. Menschen kann man nicht kaufen. Man muss die richtigen Leute haben, die individuelle Fähigkeiten haben und kreativ sein müssen, aber auch als Team gut harmonieren. Daran arbeiten wir gerade."

Der Aufbauprozess soll zwar nicht überstürzt werden, dennoch ist man immer auf der Suche nach guten Leuten. Laut Symonds ist die Arbeit bei einem kleineren Team sogar attraktiver als bei den Großen der Branche. "Hier kann man sich noch richtig in allen Bereichen des Geschäfts einbringen und wird nicht in einer kleinen Abteilung eingesperrt und vergessen." Symonds war selbst lange von der Bildfläche verschwunden. Nach dem fingierten Piquet-Crash beim GP Singapur 2009 wurde der ehemalige Renault-Technikchef bis 2012 aus dem Fahrerlager ausgesperrt. 2013 kann der Brite aber wieder direkt von der Garage und der Boxenmauer aus mitwirken.

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