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Marussia-Entwicklung

Glock will schon 2013 ins Mittelfeld

Marussia Glock Pic GP Korea 2012 Foto: xpb 40 Bilder

Obwohl Marussia erstmals KERS integrieren muss, läuft die Entwicklung des neuen Autos für die Saison 2013 nach Plan. Timo Glock will mit dem neuen Renner endlich den Sprung ins Mittelfeld schaffen.

13.10.2012 Tobias Grüner

Marussia geht 2013 bereits in seine dritte Formel 1-Saison. Noch immer trennt den russisch-britischen Rennstall ein gutes Stück vom Mittelfeld. Doch Timo Glocks zwölfter Platz in Singapur - die beste Platzierung in der Geschichte des Teams - zeigt, dass es in die richtige Richtung geht.

Erstes 2013er Chassis schon in Arbeit

Dabei sah es vor der Saison noch gar nicht gut aus. Obwohl das Auto rechtzeitig fertig war, musste das Team wegen nicht bestandener Crashtests das komplette Testprogramm in Spanien absagen. Ein kurzer Shakedown in England war die einzige Vorbereitung auf den Start in Melbourne. Doch im kommenden Jahr soll dieses Problem nicht noch einmal auftreten.

"Wir haben etwas länger als geplant am aktuellen Auto gearbeitet, aber jetzt ist der Wechsel zum 2013er Modell komplett vollzogen", erklärte Chefingenieur David Greenwood am Rande des GP Korea. "Das erste Chassis ist schon in Arbeit. Die Jungs in der Fabrik beginnen nun mit ersten Teil-Crashtests. Wir sind also in einer deutlich besseren Position als im Vorjahr."

Marussia 2013 erstmals mit KERS

Timo Glock ist ebenfalls zufrieden mit den Fortschritten in der Fabrik. Kleinere Sorgen macht dem Hessen aber die Premiere mit KERS. Zum ersten Mal wird der Marussia-Renner mit einem Hybrid-System ausgestattet. "Das ist sicher ein Punkt, auf den wir aufpassen müssen. Das kann die Fehlerquote erhöhen, weil wir immer noch keine Erfahrung damit haben. Aber wir haben uns schon frühzeitig damit auseinandergesetzt. Das sollten wir schon hinbekommen."

Das KERS-Paket wird von Williams geliefert und soll auf Knopfdruck rund drei Zehntel bringen. "Wir sind sehr zufrieden mit der Unterstützung, die wir von ihnen bei der Installation des KERS-Pakets bekommen haben", lobt Greenwood die Partnerschaft. "Wir mussten das Layout des Autos etwas ändern. In mehreren Windkanal-Sitzungen haben wir unter anderem verschiedene Radstände ausprobiert."

Neben Williams gehört auch McLaren zu den Partnern des kleinen Rennstalls. Die Ingenieure können den Simulator und den Windkanal in Woking benutzen. Die letzten Updates, die mit den McLaren-Tools entwickelt wurden, haben die Hoffnungen erfüllt, erklärt Greenwood.

Marussia sucht Motorlieferanten für 2014

Timo Glock hofft nun, dass sich die strukturellen Veränderungen 2013 endlich auch in den Ergebnislisten niederschlagen. "Es ist ein Vorteil, dass die Regeln relativ gleich bleiben. Da sind riesen Sprünge für andere Teams nicht mehr möglich", erklärt der Deutsche. "Natürlich entwickeln die auch alle weiter. Aber wir haben die Möglichkeit mit KERS irgendwann ein gutes Paket zu haben. Da denke ich schon, dass wir die Chance haben, ins Mittelfeld vorzustoßen - auch nächstes Jahr schon. Das ist zumindest das Ziel."

Mit Blick auf 2014 tut sich aber schon eine neue Baustelle auf. Cosworth scheint den Sprung zu den neuen V6 Turbo-Moren aus finanziellen Gründen nicht zu schaffen. Renault hat bereits bekundet, dass man kein Interesse habe, Marussia und HRT mit Triebwerken zu versorgen. "Es ist immer schade, wenn man nicht auch an die kleineren Teams denkt", kritisiert Glock. "Da respektiert man uns scheinbar nicht so wie andere."

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