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Marussia fällt durch Crashtest

Glock muss Barcelona-Test absagen

Timo Glock GP Brasilien 2011 Foto: xpb 26 Bilder

Fehlstart für Timo Glock: Weil das Marussia-Team den abschließenden FIA-Crashtest nicht bestanden hat, musste der Rennstall den letzten Test in Barcelona kurzfristig absagen. Ende der Woche soll der Crashtest nachgeholt werden, damit man wenigstens beim Saisonauftakt in Melbourne dabei sein kann.

23.02.2012 Tobias Grüner

Timo Glock ist ein armer Hund. Nach einem Katastrophenjahr 2011 beginnt auch die neue Saison mit einem herben Rückschlag für den Odenwälder. Am Montag (27.2.) stand der letzte erforderliche Crashtest auf dem Programm, um den neuen Marussia-Renner für die Saison 2012 zu homologieren. Wie das Team am Abend enttäuscht mitteilte, stellte das Ergebnis die FIA-Prüfer nicht zufrieden.

Der neue MR01 hatte zuvor 17 von 18 geforderten Crashtests ohne Beanstandung absolviert. Doch einmal Durchfallen reicht. Der Weltverband kennt in diesem Punkt seit dieser Saison keine Gnade mehr. Nur wer alle Belastungsproben übersteht, darf mit dem neuen Auto zum Testen auf die Rennstrecke.

"Natürlich ist es schade, dass wir in Barcelona nicht testen können", sagte Glock am Dienstag. "Das Auto ist komplett neu und unser Team im Vergleich zu anderen besonders effizient aufgestellt. Und Sicherheit steht nun mal über allen anderen Aspekten."

MR01-Test in Barcelona fällt aus

Eigentlich wollte Marussia das neue Auto nach dem Crashtest direkt komplett zusammenbauen, um am Donnerstag auf dem Circuit de Catalunya den Shakedown zu absolvieren und endlich die ersten Kilometer zu sammeln. Doch nun musste das Team die komplette letzte Testwoche in Barcelona kurzfristig absagen.

Seit Beginn der Entwicklung im vergangenen Sommer war es immer wieder zuvVerzögerungen gekommen. Nach der Trennung vom ehemaligen Technikchef Nick Wirth musste eine neue Ingenieursmannschaft um Pat Symonds aufgebaut werden.

Fand die Entwicklungsarbeit früher noch ausschließlich am Computer statt, setzte man nun wieder auf die Hilfe des Windkanals. Marussia kooperiert seit dem Herbst außerdem eng mit McLaren, was zu Beginn der Partnerschaft sicher auch zu Verzögerungen beim Projekt MR01 geführt hatte.

Fehlstart für Timo Glock

Das Drama kündigte sich schon kurz vor Beginn der offiziellen Wintertests an, als das Team überraschend die erste Testwoche in Jerez absagen musste. In der zweiten Woche fuhr man dann mit dem alten Auto, um Rookie Charles Pic ein wenig mehr Formel 1-Kilometer zu ermoglichen und Reifen zu testen. In der dritten Testwoche wollte das Team endlich mit dem neuen Auto in eine bessere Zukunft starten. Doch daraus wurde nun bekanntlich ein glatter Fehlstart.

Vor dem Saisonauftakt in Australien wird man kaum noch groß Erfahrung mit dem Neuwagen sammeln können. Dank der Genehmigung der anderen Teams kann Marussia höchstens noch einen Extra-Testtag vor dem Saisonstart in Melbourne in Anspruch nehmen, um wenigstens den Shakedown zu absolvieren.

"Wir werden noch testen und wir werden in Melbourne mit unserem neuen Auto an den Start gehen", gibt sich Pilot Glock optimistisch. Zuvor muss aber endlich der erforderliche letzte Crashtest bestanden werden. Ende der Woche will Marussia einen zweiten Anlauf wagen.

Marussia MR01 verzichtet auf Entenschnabel

Die Fans hatten sich bereits auf die Präsentation des neuen MR01 gefreut. Im Gegensatz zu den meisten anderen Teams soll der neue Renner eine elegante Nase im McLaren-Stil besitzen. Doch der zweite Ausreißer zur übermächtigen Entenschnabel-Fraktion lässt noch etwas auf sich warten. Für Timo Glock bleibt nur zu hoffen, dass in Australien endlich alles fertig ist.

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