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Glock vor Formel 1-Aus

Marussia 2013 ohne Timo Glock

F1 Halbjahresbilanz Marussia 2012 Foto: Wolfgang Wilhelm 61 Bilder

Timo Glock und das Marussia-Formel-1-Team werden sich nach einem Sport Bild-Bericht in gegenseitigem Einvernehmen trennen. Noch am Montag (20.1.2013) soll das unerwartete Formel 1-Aus des Hessen offiziell bekanntgegeben werden.

20.01.2013 Tobias Grüner

Timo Glock wird 2013 offenbar nicht in der Formel 1 für Marussia an den Start gehen. Wie das Magazin Sport Bild auf seiner Webseite berichtet, gehen der 91-fache Grand Prix-Teilnehmer und der Rennstall aus Banbury künftig getrennte Wege. "Ich habe beim Marussia F1 Team drei tolle Jahre erleben dürfen. Wir gehen in Freundschaft auseinander", wird Glock zitiert.

Glock hatte erst 2011 einen Vertrag bei Marussia bis 2014 unterschrieben. Noch im vergangenen Jahr hatte sich der Odenwälder stets optimistisch über die Zukunft bei seinem Arbeitgeber geäußert. Die personelle Struktur des finanzschwachen Rennstalls wurde verstärkt, das technische Niveau dank einer Kooperation mit McLaren verbessert. Besondere Hoffnung setzte Glock in den erstmaligen KERS-Einsatz 2013. Mit dem Hybrid-Debüt sollte der erste Schritt in Richtung Mittelfeld geschafft werden.

Trennt sich Marussia aus finanziellen Gründen?

Warum es nach drei gemeinsamen Jahren nun doch plötzlich zur Trennung gekommen ist, darüber kann nur spekuliert werden. Der verpasste zehnte Platz in der Konstrukteurs-WM, den Konkurrent-Caterham Marussia im Saisonfinale von Sao Paulo weggeschnappt hatte, sorgt für finanzielle Verluste in zweistelliger Millionenhöhe. Gerüchten nach ist dadurch sogar die Zukunft des Teams in Gefahr.

Glock ist mit seinem vertraglich zugesicherten Millionen-Gehalt wohl schlicht zu teuer für Marussia geworden. Schon das zweite Cockpit für die nächste Saison hatte man an einen Paydriver vergeben. Der junge Brite Max Chilton darf 2013 dank finanzkräftiger Sponsoren sein Formel 1-Debüt feiern. Nachdem man Glock ausbezahlt hat, könnte man nun einen weiteren Fahrer einstellen, der Geld in die Kasse bringt.

Lange geplant war die Trennung von Glock offenbar nicht. Nach dem Saisonende 2012 hatte der Formel 1-Pilot noch eingewilligt, für eine Technik-Story mit auto motor und sport zur Verfügung zu stehen. Doch der Termin Ende Januar in der Marussia-Fabrik wurde kurz nach Weihnachten abgesagt.

Glocks Zukunft bei BMW in der DTM?

Was nun aus Glock wird, ist noch unklar. In der Formel 1 gibt es aktuell nur noch zwei offene Cockpits - bei Caterham und Force India. Möglich ist auch eine Zukunft in der DTM oder im Sportwagen-Bereich. Passenderweise verbindet Glock mit BMW eine gemeinsame Formel 1-Vergangenheit.

Für einen Wechsel zum Münchner Hersteller spricht eine etwas voreilige Twitter-Nachricht von Dirk Müller an Timo Glock am Sonntag: "Glückwunsch. Welcome in the club", hatte der BMW-Werkspilot geschrieben. Die Antwort von Glock: "Psss... danke."

Wir haben noch einmal die besten Bilder aus der F1-Karriere von Timo Glock in unserer Fotogalerie gesammelt.

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