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Marussia vs. Caterham

Glock hofft auf langweiliges Finale

Timo Glock Formel 1 Austin GP USA 2012 Foto: xpb 66 Bilder

Timo Glock musste sich in Austin der Konkurrenz von Caterham geschlagen geben. Für das Saisonfinale lautet das wichtigste Ziel des Marussia-Piloten, den zehnten Platz in der Konstrukteurswertung zu sichern. Der ist Prämien in Millionen-Höhe wert. Chaos in Interlagos ist deshalb unerwünscht.

20.11.2012 Tobias Grüner

Nach dem Qualifying war die Welt im Marussia-Lager noch in Ordnung. Zum ersten Mal in der jungen Teamgeschichte standen beide Autos vor dem Erzrivalen Caterham in der Startaufstellung. Im Ziel war die Reihenfolge dann allerdings umgekehrt. Die Entscheidung im Zweikampf der Hinterbänkler fiel dabei schon auf den ersten Kilometern.

Frühe Entscheidung im Duell mit Caterham

"Ich war in der ersten Runde mehr neben als auf der Strecke, weil ich einfach extrem wenig Grip hatte. Ich hatte dann noch zwei kleine Fehler drin, so dass Petrov vorbeigegangen ist. Den konnte ich aber sowieso nicht halten", erklärte ein etwas enttäuschter Timo Glock nach dem Rennen.

Wie so oft kamen die rot-schwarzen Autos im Verhältnis zur Konkurrenz nicht so gut in Schwung. Mit viel Sprit im Tank ist Marussia im Nachteil. "Wir haben das in dieser Saison schon öfter gesehen, dass wir im ersten Stint gegen Caterham Probleme haben. Die sind mit KERS unheimlich schnell auf der Geraden. Das Antriebspaket ist da einfach etwas besser als bei uns", analysiert der Hesse.

Niederlage trotz gutem Speed

Erst nachdem Glock hinter die beiden grünen Autos zurückgefallen war, lief es etwas besser. "Mit weniger Sprit waren wir näher dran. Ich konnte den Vorsprung von Heikki (Kovalainen) wieder zufahren. Ich konnte ihn sogar einmal überholen. Er hat dann gekontert und mich dabei ein bisschen von der Strecke gedrückt. Danach standen dann eine ganze Reihe Überrundungen an. Da bin ich dann nicht mehr auf Schlagdistanz gekommen."

Die Reihenfolge im Ziel spiegele deshalb auch nicht das Kräfteverhältnis der beiden kleinen Teams wieder. "Ich glaube schon dass wir schneller waren und dass wir sie auch hätten schlagen können", so Glock. " Vor allem im ersten Sektor haben sie mich deutlich aufgehalten."

Apropos Aufhalten: Nach dem Rennen beschwerte sich Sebastian Vettel, dass ihn Überrundungen den Sieg gekostet haben. Glock bittet um Verständnis für die langsameren Autos. "Das Überrunden ist von Strecke zu Strecke unterschiedlich schwierig. Aber man muss sehen, dass wir da hinten auch unser Rennen fahren. Ich habe immer Platz gemacht, wann es für mich okay war. Ich darf mir ja auch drei blaue Flaggen erlauben."

Glock hofft nicht auf Chaos-Finale

Nur sieben Tage nach Austin geht es in Sao Paulo zum letzten Mal in dieser Saison um WM-Punkte. Laut Glock geht es dabei weniger darum, vor oder hinter Caterham anzukommen. Wichtig ist vor allem, dass Caterham nicht den zehnten Platz in der Konstrukteurswertung übernimmt. Ein zwölfter Platz für Kovalainen oder Petrov würde im Kampf um die Millionen-Prämien reichen. Der ist aber nur mit viel Chaos und Ausfällen möglich. "Ein langweiliges Rennen wäre mir deshalb am liebsten", grinste Glock.

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