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Massa 38 Runden ohne Stopp

"Bin gefahren wie meine Oma"

Felipe Massa - Williams - Formel 1 - GP Singapur - 19. September 2014 Foto: xpb 63 Bilder

Felipe Massa beendete den Grand Prix von Singapur auf einem guten 5. Platz. Um die 10 WM-Punkte musste der Brasilianer allerdings hart kämpfen. Seinen letzten Reifensatz musste er über 38 Runden bis ins Ziel tragen. Entsprechend vorsichtig musste der Routinier zu Werke gehen.

21.09.2014 Tobias Grüner

Felipe Massa zeigte sich nach dem Rennen zufrieden. "Der 5. Platz war das bestmögliche Ergebnis heute." Allerdings wurde es dem Brasilianer nicht leicht gemacht. Eigentlich war bei Williams eine 3-Stopp-Strategie geplant. Doch dann wurde in der Safety-Car-Phase umdisponiert. Ingenieur Rob Smedley erklärt: "Das Safety-Car blieb länger draußen als gedacht. Wir haben deshalb kurzfristig die Strategie umgestellt."

Massa im Schongang ins Ziel

Weil das Überholen auf dem Stadtkurs von Singapur schwierig ist und Williams auf den Geraden dank Mercedes-Power einen guten Speed zeigen konnte, entschied sich der Kommandostand für die Risiko-Variante. "Wir mussten nur sicherstellen, dass die Traktion bis zum Ende nicht einbricht", so Smedley.

Sowohl Felipe Massa als auch Valtteri Bottas wurden über Funk informiert, dass sie nicht mehr an die Box kommen sollen und deshalb eine reifenschonende Gangart einlegen sollen. "Zuerst habe ich gedacht, das ist ein Witz. Ich habe es nicht für möglich gehalten, dass wir über die Runden kommen", berichtete Massa später.

"Ich hatte vor der Safety-Car-Phase schon 3 Runden richtig attackiert auf dem Reifensatz. Und nach der Safety-Car-Phase auch 2 Runden bis die neue Ansage kam." Danach stellte Massa die Fahrweise um: "Ich bin gefahren wie meine Oma", grinste der Brasilianer. "Aber die Zeiten waren immer noch relativ gut. Ich weiß nicht, ob es die richtige Strategie war. Aber auch mit einer anderen Strategie wäre ich nicht weiter vorne gelandet."

Bottas fliegt aus den Punkten

Für Teamkollege Bottas ging der Poker nicht auf. Der Finne hatte zwar eine Runde weniger auf den harten Reifen, allerdings hatte er 2 entscheidende Handikaps. Im Gegensatz zu Massa hatte Bottas keine freie Fahrt sondern musste hart um Plätze kämpfen. Und dann klagte der Youngster auch noch über ein Problem mit der Lenkung.

In der letzten Runde gaben die Reifen schließlich nach. "Ich hatte keine Chance mehr. Es war absolut kein Grip mehr vorhanden", klagte Bottas. Von Platz 7 flog der WM-Sechste innerhalb weniger Kilometer auf Rang 11 aus den Punkten.

Ingenieur Smedley erklärt das Problem: "Wir hatten eine Reibung in der Lenksäule. Das Lenkrad hat sich nicht mehr von alleine in die Ausgangsstellung zurück bewegt. Valtteri konnte die Strecke dadurch nicht mehr fühlen. Ein Rennfahrer fühlt die Reifen durch die Hände am Lenkrad und durch die Bewegung des Autos im Po. Vor allem für das Reifenschonen ist es sehr wichtig, dass man ein gutes Gefühl am Lenkrad hat."

Williams-Update in Japan

Trotz der verpassten Punkte von Bottas konnte Williams Platz 3 in der Teamwertung halten. Der Vorsprung auf Ferrari schrumpfte allerdings von 15 auf nur noch 9 Zähler. "Ich hatte gedacht, dass der Rückstand auf Red Bull und Ferrari auf der Strecke größer sei", gab sich Smedley zufrieden. "Wir haben immerhin einen Ferrari geschlagen. Und jetzt kommen wieder Strecken, die besser für uns sind. Und in Japan haben wir ein großes Update-Paket."

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