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Massa mit Überschlag

"Passiert immer mit den gleichen Fahrern"

Felipe Massa - GP Deutschland 2014 Foto: xpb 79 Bilder

Felipe Massa überstand weder in Silverstone noch in Hockenheim die erste Rennrunde. Zweimal wurde der Brasilianer unverschuldet in spektakuläre Crashs verwickelt. Nach dem erneuten frühen Ausfall erhob Massa schwere Vorwürfe.

20.07.2014 Tobias Grüner

Déjà-vu für Felipe Massa. Nach den heftigen Crashs von Melbourne, Montreal und Silverstone musste der Schutzengel des Williams-Piloten schon wieder zum Dienst antreten. In England war er erst vor 14 Tagen nach 3 Kurven in den taumelnden Ferrari von Kimi Räikkönen gerast. In Hockenheim war sogar schon nach einer Kurve Schluss. Kevin Magnussen hatte den kleinen Mann aus Sao Paulo auf die Hörner genommen und ein Mal um die Längsachse gedreht.

Dabei wollte Massa exakt dieses Szenario vermeiden: "Ich habe am Start beim Kampf gegen meinen Teamkollegen extra noch versucht vorsichtig zu sein, und dann werde ich von hinten getroffen. Ich wusste gar nicht, dass da noch ein Auto ist", schimpfte der Crashpilot. "Der Hintermann muss immer aufpassen und rechtzeitig bremsen. Man kann nicht zu dritt nebeneinander durch die erste Kurve fahren. Das muss Magnussen wissen."

Magnussen kann nicht ausweichen

Die FIA-Kommissare verzichteten allerdings auf eine Strafe. Im Gegenteil: Wenn Massa weitergefahren wäre, hätte wohl er mit Konsequenzen rechnen müssen. Magnussen verteidigt sich gegen die Vorwürfe. "Die ganze Situation tut mir leid, aber ich hatte keine andere Möglichkeit auszuweichen. Ich habe alles versucht, aber der Platz ging aus. Ich konnte nichts machen."

Massa wollte nach dem Rennen keine Strafe fordern, wies aber darauf hin, dass es nicht Magnussens erster Zwischenfall war. Der Williams-Pilot ging als klarer Verlierer aus dem Autoscooter-Manöver hervor. Auf dem Überrollbügel rutschte er funkensprühend mehrere Meter, bevor er wieder auf den Reifen zum Stehen kam. Immerhin entkam er seinem Wrack wie schon in Silverstone unverletzt. "Es war ein seltsames Gefühl, aber es sah von außen spektakulärer aus als aus der Cockpit-Perspektive", so Massa cool.

In der WM-Wertung verliert der Südamerikaner aber immer weiter an Boden. Ausgerechnet Teamkollege Valtteri Bottas enteilt nach dem dritten Podium in Folge gerade. "Ich bin natürlich enttäuscht und frustriert. Ich hatte wieder ein gutes Auto. Wir hätten sicher viele Punkte für das Team sammeln können und dann passiert wieder sowas."

Massa erhebt schwere Vorwürfe

Die andauernden Ausfälle will der Ex-Ferrari-Pilot nicht einfach hinnehmen. "Für mich war er zu aggressiv. Er mag vielleicht gebremst haben, aber erst, als er mich schon berührt hat. Ich war vorne und bin die normale Rennlinie gefahren. Der Hintermann muss sich dann anpassen. Ich konnte ihn gar nicht sehen."

"Man kann ein Rennen nicht in der ersten Runde gewinnen. Solche Unfälle passieren immer mit den gleichen Jungs - die aus der GP2 kommen. Wenn ich gewusst hätte, dass er da ist, wäre ich vielleicht eine extra weite Linie gefahren. Aber man kann ja nicht immer für die anderen Fahrer mitdenken. Man muss für sich selbst fahren."

Da drohen wohl in der nächsten Fahrersitzung klare Worte. Magnussen hat schon angekündigt, dass er das Gespräch suchen will. Massa hat schon die passenden Worte: "Ich werde ihm sagen, dass bei einem Crash immer beide Piloten verlieren. Ich hoffe er versteht, dass er es etwas ruhiger angehen lassen muss." Schon in einer Woche geht es nach Ungarn. Ausgerechnet in Budapest überstand Massa 2009 den schwersten Unfall seiner Karriere, als er von einer Feder am Helm getroffen wurde.

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