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Massa sauer auf Ferrari

"Warum keine weichen Reifen für mich?"

Felipe Massa & Fernando Alonso - Ferrari - GP Abu Dhabi 2013 Foto: Ferrari 35 Bilder

Felipe Massa fuhr in Abu Dhabi erneut ein starkes Rennen. Doch der Brasilianer kam nur auf Platz 8 ins Ziel. Er hätte mit Fernando Alonso um Platz 5 gekämpft, hätte ihm Ferrari für den Schlussspurt die weichen Reifen mitgegeben.

04.11.2013 Michael Schmidt

Felipe Massa war angefressen. Für ihn ist es wichtig, sich beim Saisonschlussspurt ins Schaufenster zu stellen, auch wenn sein Cockpit bei Williams fast sicher scheint. Doch was hilft ein gutes Rennen, wenn am Ende nur der achte Platz dabei rausspringt?

Der Brasilianer war beim GP Abu Dhabi ein echter Gegner für Fernando Alonso. Im Training platzierte sich Massa vor seinem Teamkollegen. Im Trainingsduell steht es jetzt 8:9. Auch nach der Startrunde lag der Vize-Weltmeister vor Alonso. Im Verlauf des ersten Stints lief er dem WM-Zweiten um vier Sekunden davon.

Auch vor dem zweiten Boxenstopp hatte Massa in der Ferrari-Wertung die Nase vorn. Doch als er sich in der 38. Runde vor der Ferrari-Box einparkte, sah er mit Erstaunen, dass ihm seine Mechaniker die Medium-Reifen aufzogen. "Ich war mir sicher, dass ich die weichen Reifen bekomme. Deshalb habe ich sie über Funk auch nicht angefordert."

Ferrari traute Massa weiche Reifen nicht zu

Die falsche Bereifung verbannte Massa in eine Gruppe von Fahrern, die um Platz 8 kämpfte. Sechs Runden später machte Ferrari bei Alonso alles richtig. Der Spanier bekam für die letzten elf Runden weiche Sohlen mit und drehte eine Rekordrunde nach der anderen. Die drei schnellsten Rennrunden gingen allesamt an Alonso. Das wäre bei Massa auch möglich gewesen. Rennleiter Stefano Domenicali redete sich darauf hinaus, dass man Massa nicht zutraute 17 Runden lang auf weichen Reifen durchzustehen.

Massa wollte das nicht akzeptieren: "Ich bin im Startturn mit gebrauchten Reifen mit vollen Tanks und bei größerer Hitze 18 Runden mit den weichen Reifen gefahren. Warum hätte ich das zum Schluss nicht auch schaffen sollen? Es war ein klarer Fehler vom Team. Sie haben mir die falschen Reifen verpasst. Fernando hat gezeigt, dass die weichen Reifen am Ende eine Sekunde pro Runde schneller waren. Mit den weichen Reifen hätte ich die Autos vor mir leichter überholt."

Massa glaubt nicht an versteckte Stallregie

Massa rechnete nach, dass er ohne den Strategiefehler locker in die Top 5 gefahren wäre. "Ferrari hätte sogar meinen ersten Stopp noch länger hinauszögern können. Ich war auf den alten Reifen immer noch gut unterwegs." An eine versteckte Stallregie glaubt der kleine Mann aus Sao Paulo aber nicht: "Ferrari braucht im Kampf um Platz zwei im Konstrukteurspokal dringend jeden Punkt. Denen ist es jetzt egal, ob ich vor Fernando liege oder umgekehrt."

Massa bestätigte auf unsere Anfrage auch, dass es keinen Teambefehl gab, als Alonso direkt hinter ihm lag. "Ich durfte mein Rennen fahren." Ein Einstopprennen wäre laut Massa nicht möglich gewesen. "Unser Renn-Tempo war zu schnell. Das hätten die Hinterreifen nicht mitgemacht."

In einem Punkt waren sich beide Ferrari-Fahrer einig: "Platz zwei im Konstrukteurspokal ist Pflicht." Alonso spürt die Bedrohung durch Massa in den letzten Rennen. Entsprechend gereizt reagiert er auf Nachfragen. "Es stimmt, dass mich Felipe im Training unter Druck setzt. Doch der Samstag ist nur für die Show. Die Punkte werden am Sonntag vergeben. Und da liege ich über 100 Zähler vor Felipe."

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