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Massa vs. Hamilton

Böses Blut nach der Zieldurchfahrt

Felipe Massa GP Singapur 2011 Foto: dpa 53 Bilder

Felipe Massa ist in Singapur erneut mit Lewis Hamilton aneinandergeraten. Nach der Zieldurchfahrt versuchte der Brasilianer seinen Dauerkonkurrenten zur Rede zu stellen. Doch der ignorierte seinen Unfallgegner einfach.

25.09.2011 Tobias Grüner

Felipe Massa und Lewis Hamilton werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr. Fast vier Jahre ist es mittlerweile her, dass der Engländer seinem brasilianischen Konkurrenten in der letzten Kurve beim legendären WM-Finale in Sao Paulo den WM-Titel vor der Nase wegschnappte. Seitdem ist man sich häufiger auf der Strecke begegnet.

Erstes Duell bereits am Samstag

In dieser Saison blieb vor allem das Tête-à-Tête in Monaco in Erinnerung. Damals drückte Hamilton den Ferrari-Piloten im Tunnel unsanft in die Leitplanken. Im Singapur waren sich die beiden schon am Samstag auf der Strecke nähergekommen. Im Qualifying duellierten sich die beiden völlig unnötig in der Einrollrunde um die bessere Ausgangsposition. "Das hat uns beiden geschadet", ächzte Massa.

Nach dem Rennen am Sonntag war die Laune des kleinen Brasilianers noch ein gutes Stück schlechter. Erneut war er mit seinem Lieblingsgegner aneinandergeraten. In Runde zwölft setzte Hamilton etwas optimistisch zum Überholversuch an und krachte dem Ferrari ins Heck. Der McLaren verlor dabei Teile seines Frontflügels. Massa war mit einem Plattfuß hinten rechts noch schlechter dran.

Hamilton verweigert Aussprache

"Er fuhr auf der Geraden einfach gegen mein Hinterrad. Er zerstörte damit mein Rennen", schimpfte Massa anschließend. Trotz der Durchfahrtsstrafe kam Hamilton am Ende noch auf Rang fünf ins Ziel. Für Massa blieben nur Rang neun und zwei magere Pünktchen. Nach dem Rennen versuchte Massa seinen Unfallgegner zur Rede zu stellen. Doch Hamilton ignorierte ihn einfach, was die Stimmung bei Massa nicht gerade verbesserte.

"Wichtig ist, dass sich die FIA das ansieht und ihn ständig dafür bestraft, wenn er so fährt. Er kapiert es einfach nicht. Ich habe es versucht, aber er hört nicht auf mich. Vielleicht muss es sein Vater einmal probieren. So wird er nie Weltmeister. Er versucht immer, den Superman zu spielen. Im Rennen hätte das in einen schlimmen Unfall münden können", tobte der 30-Jährige vor den TV-Kameras.

Whitmarsh verteidigt Hamilton

Im Interviewbereich griff er Hamilton noch einmal am Arm und raunte ihm ein sarkastisches "good job", entgegen. Der McLaren-Pilot erwiderte ebenso unfreundlich: "Fass mich nicht an." McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh versuchte anschließend die Schärfe aus dem Duell zu nehmen. "Es ist ja ziemlich heiß hier. Und im Auto sicher auch. In diesem Sport ist einfach viel Leidenschaft dabei. Ich denke, Lewis hat richtig reagiert."

Der Engländer nahm seinen Fahrer in Schutz. "Ich denke, es war ein normaler Rennunfall. Es war sicher keine leichte Entscheidung für die Rennleitung." Whitmarsh lobt den Kampfgeist von Hamilton. "Er hätte auch einfach aufgeben und das Rennen nach Hause fahren können. Aber er hat heute einige spektakuläre Überholmanöver gezeigt."

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