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Massa vs. Hamilton

Ferrari-Funkspruch sorgt für Wirbel

Felipe Massa GP Singapur 2011 Foto: xpb 25 Bilder

Das hitzige Duell zwischen Felipe Massa und Lewis Hamilton wurde eine Woche nach dem GP Singapur noch einmal angefacht. Ein zweideutiger Funkspruch vom Ferrari-Kommandostand sorgte für Aufregung.

04.10.2011 Tobias Grüner

Dass Felipe Massa und Lewis Hamilton nicht die allerbesten Freunde sind, ist spätestens seit dem GP Singapur bekannt. Schon im Qualifying lieferten sich die beiden Streithähne ein unnötiges Rad-an-Rad-Duell beim Kampf um die bessere Position in der Einrollrunde. Im Rennen kam es dann zum direkten Feindkontakt. Hamilton bezahlte seinen Auffahrunfall mit einem defekten Frontflügel und einer Durchfahrtsstrafe, Massa verlor durch einen Plattfuß sogar noch mehr Zeit.

Politisch unkorrekter Funkspruch

Nach dem Rennen ging das Duell in die dritte Runde. Massas Versuch, seinen Rivalen schon im Parc Fermé zur Rede zu stellen, scheiterte. Hamilton hatte keine Lust auf eine Aussprache. Als der Ferrari-Pilot seinen Lieblingsfeind dann im Interview-Bereich unfreundlich von der Seite anmachte und ihm ein sarkastisches "Guter Job", entgegenraunte, reagierte Hamilton immerhin mit einem unwirschen "Fass mich nie wieder an".

Als die Diskussionen im Internet und den Tageszeitungen ein paar Tage später schon langsam abebbten, sorgte ein Video auf der offiziellen Formel 1-Webseite von Bernie Ecclestone für neuen Zündstoff. Die Zusammenstellung der Rennhighlights enthält einen brisanten Funkspruch des Ferrari-Kommandostands. Massas Renningenieur Rob Smedley befahl seinem Piloten: "Halte Hamilton so weit wie möglich auf! Zerstöre sein Rennen soweit Du kannst! Komm schon!"

Ferrari reagiert auf Medienberichte

Vor allem für die englischen Medien war die Ansage ein gefundenes Fressen. War Hamilton also nur Opfer der unfairen Ferrari-Strategie, fragte die Fleet Street-Presse. Ferraris Antwort kam prompt. Über die hauseigene Webseite veröffentlichte man einen Blog, der wie immer in solch brisanten Fällen, vom anonymen "Pferdeflüsterer" verfasst wurde. Darin beklagt der Schreiber aus Maranello, dass die ganze Sache zu sehr aufgebauscht wurde.

"Es stimmt, dass der Renningenieur von Felipe Massa in der Hitze des Augenblicks das Verb "zerstören" verwendet hat. Das war wohl nicht die politisch korrekteste Wortwahl", gab der "Pferdeflüsterer" zu. "Aber es beinhaltete sicherlich keine böse Absicht. Vor allem nicht, wenn man bedenkt, dass Rob ein Junge aus Middlesbrough ist."

Ferrari: "Funkspruch hat nichts mit der Kollision zu tun"

Viele Medien spekulierten über den Zeitpunkt der Ansage. Einige vermuteten, dass Massa kurz vor dem Auffahrunfall in Runde zwölf angewiesen wurde, Hamilton einzubremsen. "Es stimmt, dass diese Aufmunterung an Felipe am Ausgang von Kurve fünf in der elften Runde kam", konnte man in dem Blog lesen. "Am Ende dieser Runde kamen der Ferrari-Mann und Hamilton zusammen an die Box. In anderen Worten: Es hatte nichts mit der Kollision zwischen Felipe und Lewis in der darauffolgenden Runde zu tun."

Am Ende gab es noch eine Breitseite des Rennstalls gegen die Medien. "Dieses Missverständnis hätte man ohne viel Mühe vermeiden können. Aber so etwas passiert in der frenetischen Formel 1-Welt." Der Pferdeflüsterer beendete seine Ausführungen mit dem alten Shakespeare-Zitat: "Viel Lärm um nichts."

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