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Ex-FIA-Präsident Max Mosley: Teams müssen Bahrain-Termin zustimmen

FOTA Monaco

Ex-FIA-Präsident Max Mosley ist gegen eine Neuansetzung des GP Bahrain in dieser Saison. Seiner Meinung nach hätte die FIA diese Entscheidung gar nicht im Alleingang treffen dürfen. Die Teams müssten dem Termin einstimmig ihren Segen geben.

Die Diskussionen um die Verlegung des GP Bahrain auf den 30. Oktober schlägt in der Motorsportwelt weiter hohe Wellen. Nun hat sich auch Ex-FIA-Präsident Max Mosley in die Diskussion eingemischt. Seiner Meinung wird das abgesagte Rennen nicht wiederholt.

Juristische Frage: Müssen Teams zustimmen?

"Ich glaube nicht daran, dass es auch nur die kleinste Chance gibt, dass der Grand Prix stattfindet", erklärte der Engländer in einem BBC-Interview. Dabei spielen laut Mosley nicht nur moralische oder terminliche Gründe eine Rolle. "Neben allem anderen kann man den Rennkalender nicht so einfach in der vorgeschlagenen Art ohne das einstimmige Einverständnis der Teams ändern."

Nach Einschätzung des Juristen sei vor der Änderung des Termins ein schriftliche Erlaubnis der Teams nötig. Artikel 66 der FIA Sportgesetze besage, dass Änderungen des betreffenden Reglement-Teils nach dem Einschreibezeitraum nur dann vorgenommen werden dürfen, wenn vorher das einstimmige Einverständnis aller eingeschriebenen Teilnehmer eingeholt wurde oder eine Entscheidung der Stewards bei höherer Gewalt vorliegt.

FIA-Beobachter ohne Ahnung

In dem BBC-Interview gab Mosley eindeutig zu verstehen, dass er von dem Bericht des FIA-Beobachters in Bahrain nicht viel halte. "Der Mann, der gesendet wurde, ist ein sehr netter Mann namens Gracia, der kein Englisch spricht und soweit ich weiß auch kein Arabisch. Er wurde von Regierungsvertretern herumgeführt und hat natürlich keine Ahnung, was wirklich los ist. Darüber hinaus hat er auch nicht darum gebeten, die Leute zu sehen, mit denen ein Menschenrechtsanwalt gesprochen hätte."

Mosley glaubt, dass das Regime in Bahrain versucht, mit dem Grand Prix wieder eine heile Welt vorzutäuschen. Das sei allerdings weit von der Wahrheit entfernt, so der Ex-FIA-Präsident. Die Verletzungen der Menschenrechte dürfe man als Sportverband nicht akzeptieren.

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