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Max Mosley

Notplan für die Formel 1

Foto: dpa

FIA-Präsident Max Mosley hat sich einen Notplan bereitgelegt, sollte in der Formel 1 das Worstcase-Szenario eintreten.

06.02.2009 Michael Schmidt

Wenn der Rückzug von Honda einen Domino-Effekt auslöst und im Laufe der Saison noch weitere Hersteller mitreißt, dann wird die FIA das Feld mit Fahrzeugen anderer Kategorien auffüllen.  Zum Beispiel GP2-Autos. Die würden dann über eine Handikapformel an die verbleibenden Formel 1-Autos angeglichen. Man könne sich, so Mosley, vorstellen, GP2-Autos mit anderen Reifen auszurüsten.

Keine drei Autos pro Team

Laut Mosley wäre so ein Notfallplan nichts Neues. "1952 und 1953 wurde die Formel 1-WM mit Formel 2-Autos ausgetragen, weil es nicht genügend Formel 1-Autos gab. Ende der 60er Jahre haben wir am Nürburgring das Feld mit Formel 2-Autos ausgefüllt."

Von drei Autos pro Team hält Mosley nichts, weil es das Problem nicht löst. Die Chance, dass neue Teams dazustoßen, ist dann noch geringer.

"Das alte Concorde Abkommen hat eine Klausel beinhaltet, wonach die Teams drei Autos einsetzen dürfen, sollte die Starterzahl unter 20 fallen. Aber im Augenblick gibt es kein Concorde Abkommen." Deshalb ist nur eine Formel relevant. "Es gibt einen Vertrag zwischen der FIA und der FOM. Die Rechteinhaber müssen mindestens 16 Autos aufbieten." Wenn nicht, bestimmt der Weltverband, wie das Feld aufgefüllt wird.

Chance für Ex-Honda-Team

Mosley glaubt aber nicht, dass es soweit kommt. Er gibt sogar dem ehemaligen Honda-Team eine Chance. "Nach meinem Kenntnisstand stehen die Chancen 70 zu 30, dass sich ein Nachfolger findet." Der gelernte Anwalt hält auch das amerikanische Formel 1-Projekt, das von den Besitzern des Windshere-Windkanals für 2010 unter der Leitung von Ken Anderson und Peter Windsor geplant ist, für realistisch. "Das ist eine Gruppe kompetenter Leute."

Auf Hersteller ist kein Verlass

Die Rekrutierung neuer Privatteams ist für Mosley der entscheidende Punkt zur Rettung der Formel 1: "Der Fall Honda hat gezeigt, dass wir uns auf die Hersteller nicht verlassen können. Die Garantien, die uns die Hersteller abgegeben haben, bringen gar nichts."

Eigentlich müsste Honda eine Strafe bezahlen, wenn das Team von der Bildfläche verschwindet. Mosley will sich erst gar nicht auf einen juristischen Schlagabtausch einlassen. "Die großen Konzerne haben Rechtsabteilungen, die Erfahrung mit solchen Prozessen haben. Es würde Jahre dauern, bis es ein Urteil gibt, und die Erfolgsaussichten sind eher gering."

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