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Max Verstappen fährt 2015 für Toro Rosso

16-jähriges Wunderkind wird F1-Pilot

Max Verstappen - Formel 1 - 2016 Foto: Red Bull 49 Bilder

Red Bull-Junior Max Verstappen wird 2015 für Toro Rosso in der Formel 1 fahren. Der aktuell noch 16 Jahre alte Niederländer wird das Stammcockpit von Jean-Eric Vergne übernehmen, wie der Rennstall am Montag (18.8.2014) offiziell mitteilte.

18.08.2014 Tobias Grüner

Der Name Verstappen dürfte Formel 1-Fans noch gut bekannt sein. Jos Verstappen war zwischen 1994 und 2003 insgesamt 106 Mal in der Königsklasse am Start, unter anderem auch als Benetton-Teamkollege von Michael Schumacher. Jetzt soll der Sohn die Motorsporttradition im Hause Verstappen fortsetzen. Dabei trauen Experten dem Filius noch deutlich mehr zu als dem Vater, der über 2 dritte Plätze in der Formel 1 nicht hinauskam.

Max Verstappen wird jüngster Formel 1-Pilot aller Zeiten

Youngster Max Verstappen eilt der Ruf eines Wunderkindes voraus. Schon im Kartsport sammelte der prominente Spross einen Titel nach dem anderen. 2013 schloss er die Ausbildung als Kart-Weltmeister ab. Seit dieser Saison sorgt das niederländische Ausnahmetalent auch mit den großen Autos für Furore. Nach einem etwas verhaltenem Saisonstart dominierte Rookie Verstappen zuletzt das Geschehen in der stark besetzten Formel 3 Europameisterschaft.

Das Können blieb auch den Formel 1-Talentscouts nicht verborgen. Erst Anfang August wurde Verstappen offiziell in das Red Bull-Förderprogramm aufgenommen. Beim ersten offiziellen Einsatz für den Brausegiganten feierte der Junior beim Formel 3-Event im Rahmen der DTM auf dem Nürburgring direkt den ersten Sieg – es war bereits der achte Erfolg in diesem Jahr. Nur ein Motorschaden im zweiten Rennen verhinderte weitere Pokale. Vor allem die Aufholjagd im dritten Lauf am Sonntag von Startplatz 12 bis auf das Podium beeindruckte die Experten.

Offenbar hatte Verstappen auch Red Bull durch diese Leistung endgültig überzeugt. Der 16-Jährige ist reif für die Formel 1, so die Einschätzung von Berater Helmut Marko. Schon 2015 wird Max Verstappen sein Debüt bei Toro Rosso feiern, genau wie vor ihm schon prominente Red Bull-Junioren wie zum Beispiel Sebastian Vettel oder Daniel Ricciardo.

Dank an Helmut Marko und Vater Jos Verstappen

"Ich möchte Helmut Marko und Red Bull für das Vertrauen danken, dass sie mir die Chance zum Formel 1-Debüt 2015 mit Toro Rosso geben", freute sich der Youngster. "Seit ich 7 Jahre alt war, ist der Formel 1-Einstieg das Ziel meiner Karriere. Mit dieser Möglichkeit wird jetzt ein Traum für mich wahr." Mit 17 Jahren wird Verstappen bei seinem Debüt in der kommenden Saison der jüngste Formel 1-Pilot aller Zeiten werden. Er löst den alten "Rekordhalter" Jaime Alguersuari ab. Der Spanier hatte seine GP-Premiere 2009 - ebenfalls bei Toro Rosso - mit 19 Jahren und 125 Tagen gefeiert.

"Es gibt einige Menschen, die mir über die Jahre geholfen haben und die mich immer noch unterstützen. Bei denen möchte ich mich aufrichtig bedanken. Vor allem bei meinem Vater Jos, der mir immer zur Seite stand, Tag und Nacht, Jahr für Jahr", erklärte der Junior. "Mit der Rückkehr des Namens Verstappen in die Formel 1 können wir hoffentlich alte Erinnerungen neu erwecken und wieder viele Fans an den Strecken begrüßen."

Toro Rosso glaubt an die Reife Verstappens

Für Toro Rosso war die Beförderung des Teenagers offenbar keine riskante Entscheidung. "Wir sehen in Max einen der talentiertesten jungen Fahrer der neuen Generation und wir glauben daran, dass er die notwendige Reife und mentale Stärke besitzt, diese Herausforderung erfolgreich zu bewältigen", begründete Toro Rosso-Teamchef Franz Tost den Schritt.

Vor allem die Leistungen in der Formel 3 Europameisterschaft seien für den schnellen Aufstieg in die Königsklasse ausschlaggebend gewesen: "Er hat in diesem Jahr gezeigt, wie gut er mit verschiedenen Bedingungen zurechtkommt. Am Norisring und am Nürburgring hat er zum Beispiel seinen außerordentlichen Willen gezeigt und die Fähigkeit bewiesen, enormem Druck standzuhalten und zu siegen. Toro Rosso wurde mit dem Ziel erschaffen, junge Talente des Red Bull-Juniorteams in die Formel 1 zu bringen und sie zu fördern. Jetzt liegt es also an uns, Max ein konkurrenzfähiges Auto zu geben, um ihm den bestmöglichen Start in die F1-Karriere zu verschaffen", so Tost.

Vergne muss Toro Rosso-Cockpit räumen

Während für den Einen der Formel 1-Traum beginnt, könnte die Formel 1-Karriere eines anderen gleichzeitig beendet sein. Jean-Eric Vergne muss sein Cockpit nach 3 Jahren bei Toro Rosso räumen. Der Franzose konnte nur selten Glanzpunkte setzen. Dass er sich in diesem Jahr gegen Rookie Daniil Kvyat besonders schwer tut, machte den Red Bull-Verantwortlichen die Entscheidung für Verstappen sicher etwas einfacher.

"Wir möchten Jean-Eric Vergne für seine harte Arbeit danken", erklärte Tost zum Abschied. "Er hat einige starke Vorstellungen abgeliefert. Leider wurde er auch durch einige Zuverlässigkeitsprobleme eingebremst, vor allem in der ersten Hälfte dieser Saison. Wir hoffen, dass wir diese Probleme gelöst haben und er die zweite Hälfte mit starken Leistungen beenden kann - und damit zeigt, dass er trotzdem eine weitere Chance in der Formel 1 verdient." Blickt man auf das Schicksal anderer, geschasster Toro Rosso-Junioren zurück, die den Aufstieg zu Red Bull nicht geschafft hatten, sieht es mit einer weiteren Formel 1-Zukunft allerdings nicht gut aus für Vergne.

In unserer Galerie haben wir einige Bilder vom kometenhaften Aufstieg von Max Verstappen in der aktuellen Saison.

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