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Max Verstappen reagiert auf Kritik

„Sage nichts mehr am Funk“

Max Verstappen - GP Mexiko 2016 Foto: sutton-images.com 57 Bilder

Max Verstappen würde das Rennen in Austin am liebsten vergessen, doch die Fragen nach den Pannen holten den Holländer schnell ein. Er erklärt, was beim Boxenstopp wirklich schiefgelaufen ist. Und warum er in Zukunft am Funk nur noch „Ja, nein und okay“ sagen will.

27.10.2016 Michael Schmidt

Für Daniel Ricciardo ist der GP USA abgehakt. Er will gar nicht mehr darüber nachdenken, dass ihn sein Teamkollege Max Verstappen möglicherweise einen zweiten Platz gekostet hat. Nein, bedankt hat er sich bei Verstappen nicht. Aber was passiert ist, ist passiert. „Nächste Frage, bitte.“

So einfach kam Max Verstappen nicht davon. Auf das Wunderkind prasselte eine Frage nach der anderen über die Pannen von Austin ein. Und wie immer wich der WM-Sechste nicht aus und gab tapfer Rede und Antwort. Was er sagte, wirkte angesichts der Totenmaske, die man den Red Bull-Piloten in einstündiger Arbeit ins Gesicht gemalt hatte, nur noch eine Spur grimmiger.

Formel Schmidt - Teaserbild - GP USA 2016
Verstappen-Stopp doch Absicht? 11:39 Min.

Im Cockpit zu viel gedacht

Verstappen erklärte noch einmal, wie es zu dem unangemeldeten Boxenstopp in Runde 26 wirklich kam. „Wenn das Rennen eine Stunde alt ist, fährst du wie mit einem Autopiloten. Ich habe gesehen, dass Daniel in der Runde davor an der Box war. Da habe ich mir gedacht, dass ich wohl eine Runde später dran sein würde. Wahrscheinlich habe ich diesmal ein bisschen zu viel nachgedacht. Wird nicht wieder passieren.“ Die Aussage wird den Verdacht der Verschwörungstheoretiker erhärten, wonach Verstappen mit seinem eigenmächtigen Boxenstopp Fakten schaffen wollte, um nicht zu viel Zeit zu verlieren.„

Auf die Gardinenpredigt von Teamberater Helmut Marko wollte Verstappen nicht groß eingehen. Dafür aber über den Funkspruch in Runde 20. Sein Renningenieur hatte ihn aufgefordert, besser auf die Reifen aufzupassen und bekam die Antwort. “Ich fahre hier nicht um den vierten Platz.„ Viele legten das dem 19-Jährigen als Arroganz aus.

Deshalb hat Verstappen beschlossen, in Zukunft den Funk-Knopf entweder gar nicht mehr zu drücken oder weniger zu sagen. „Ich werde nur noch mit Ja, Nein oder okay antworten. Keine langen Sätze mehr. Leider werden alle meine Funksprüche im Fernseher gesendet, und die kommen dann arrogant rüber, obwohl sie es nicht sind. Es geht hier nicht um den vierten Platz. Ich fahre, um zu gewinnen. Und das tun alle Fahrer im Feld.“

Ricciardo wünscht sich mehr Grip

Verstappen versucht die Situation zu erklären: „Es ist nicht so, dass ich nicht auf mein Team höre. Ich weiß, dass die Warnung meines Ingenieurs gut gemeint war, aber ich hatte am Anfang des Rennens mit der Strategie Räikkönen überholt, und das hatte den Reifen auch nicht geschadet. Jetzt wollte ich an Nico vorbei. Leider ging das da nicht so schnell. Und wenn du mal zwei, drei Runden hinterhergefahren bist, kannst du die Reifen vergessen.“

Zum Schluss noch ein in Blick voraus auf den GP Mexiko. Ricciardo und Verstappen sehen trotz der langen Gerade auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez nicht schwarz. „Es kommt auf den Grip an, den uns der Asphalt diesmal bietet. Wenn er besser ist als im letzten Jahr, sieht es nicht so schlecht aus für uns. Dann können wir unsere Stärke mit dem guten Abtrieb des Autos ausspielen. Im letzten Jahr sind wir Vierter und Fünfter geworden und hatten ein viel schlechteres Auto“, differenziert Ricciardo. Verstappen ergänzt: „Die engen Kurven sollten und liegen.“

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