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McLaren 2013 nur Außenseiter?

Fünf Euro auf Sergio Perez

Hamilton McLaren GP Brasilien 2012 Foto: Pirelli 17 Bilder

Bei den Buchmachern steht die Entscheidung fest: Weltmeister 2013 wird entweder Sebastian Vettel oder Fernando Alonso. McLaren ist klarer Außenseiter. Aber warum eigentlich? Wir sagen Ihnen warum man Jenson Button und Sergio Perez nicht unterschätzen sollte.

08.01.2013 Tobias Grüner

Den Fans ist noch gut das spannende WM-Finale in Brasilien in Erinnerung. Das verrückte Titel-Duell zwischen Fernando Alonso und Sebastian Vettel elektrisierte die Massen vor den TV-Geräten. Aber wissen Sie eigentlich noch, wer das Rennen in Sao Paulo vor anderthalb Monaten gewonnen hat? Der Sieg von Jenson Button ging im Jubel um den Hattrick von Sebastian Vettel komplett unter.

Sieben Siege und acht Pole Positions sammelte McLaren in der Saison 2012 - genauso viele wie das Weltmeisterteam Red Bull. Der MP4-27 war eigentlich schnell genug für den WM-Titel. Dass es am Ende aber nicht reichte, lag vor allem an einer kleinen Schwächeperiode zur Saisonmitte und der mangelnden Zuverlässigkeit des Autos.
 
Experten sind sich einig: McLaren wurde unter Wert geschlagen. Das soll 2013 mit dem MP4-28 nicht noch einmal passieren. "Unsere Ingenieure sind motiviert wie nie", so die Kampfansage von Teamchef Martin Whitmarsh im Sky-Interview. "Wir erwarten, dass wir das Auto eine Sekunde schneller machen als zum Ende des vergangenen Jahres."

Button-Quote schlechter als Räikkönen

Die Buchmacher sehen 2013 jedoch keine großen Chancen auf einen Titel. Für einen richtigen WM-Tipp auf Jenson Button gibt es das Zwölffache des Einsatzes zurück. Gelingt Sergio Perez in seinem ersten Jahr im Chrompfeil das Meisterstück, wird der Wettbetrag bei richtigem Tipp sogar mit 21 multipliziert - bei fünf Euro Einsatz ist der Gewinn somit dreistellig.

Zum Vergleich: Für Sebastian Vettel beträgt die Quote nur 1 zu 2. Fernando Alonso ist mit 1 zu 3 ebenfalls nicht viel besser. Selbst Lotus-Pilot Kimi Räikkönen (Quote 1/11) wird mehr zugetraut als dem McLaren-Duo. Dabei hat das Team aus Woking insgesamt 20 Fahrer- und Konstrukteurstitel vorzuweisen. Doch warum haben viele Experten McLaren nicht auf dem Radar?

Der Abgang von Lewis Hamilton (Quote 1/15) zu Mercedes kann der alleinige Grund nicht sein. In den vergangenen beiden Jahren hat Jenson Button das Duell mit seinem Teamkollegen nach Punkten gewonnen. Ohne den extrovertierten Weltmeister von 2008 sollte es im McLaren-Camp eher ruhiger zugehen.

Button ist 2013 der eindeutige Teamleader. Er hat in der zweiten Saisonhälfte gezeigt, dass die Probleme mit dem Setup überwunden sind, die ihn zu Beginn des Jahres noch eingebremst hatten. Der Reifenflüsterer ist mit der noch weicheren neuen Pirelli-Generation mehr als ein Geheimtipp.

Ist Perez schon reif für den Titel?

Aber auch Perez sollte man nicht unterschätzen. "In Sachen Reifen-Management ist er ein Naturtalent", lobte Sauber-Teammanager Beat Zehnder seinen ehemaligen Schützling. "Er hat ein unglaublich gutes Gefühl, wie er das Beste aus den Reifen herausholt und sie gleichzeitig am Leben hält. Wir haben schon ein paar Mal gesehen: Wenn alles zusammenpasst, dann fliegt er förmlich."

Fahrerisch habe der Mexikaner alle Voraussetzung, Weltmeister zu werden, so Zehnder. "Wann das soweit sein wird, steht aber noch in den Sternen." Einige seiner ehemaligen Teammitglieder bei Sauber sprechen ihm allerdings die nötige Reife ab: Ungeduldig, hitzköpfig und nicht immer ganz zuverlässig, sind die am häufigsten genannten Kritikpunkte.

13 Mal blieb Perez im vergangenen Jahr ohne Zähler. Vor dem Rennen in Suzuka wurde er als McLaren-Neuzugang vorgestellt. In den sechs Rennen danach blieb er ohne Punkte. Auf Anfrage von auto motor und sport gab McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh damals zu, dass seine Verpflichtung über den Winter noch einiges zu lernen hat.

Perez mit mehr Entwicklungspotenzial als Hülkenberg

Einige Experten kritisierten, dass McLaren nicht Nico Hülkenberg oder Paul di Resta verpflichteten. Whitmarsh verteidigt die Entscheidung. "Sergio ist mit 22 Jahren noch sehr jung. Sein Können ist in den letzten zwei Jahren immer wieder aufgeblitzt. Man spürt förmlich, dass da etwas ist."

Allerdings gab der Teamchef auch zu: "Es ist ein Risiko. Wir sind der Ansicht, dass wir ihn mit unserer Führung auf ein höheres Niveau bringen können. Jetzt müssen wir sehen, ob wir aus ihm einen Weltmeister machen können."

Bei der Ausbildung des Mexikaners soll ausgerechnet der routinierte Teamkollege helfen. "Jenson ist der einfachste Teamkollege, mit dem man zusammenarbeiten kann. Er ist ehrlich und offen und er bietet seine Hilfe an. Ich hoffe, dass Sergio schlau genug ist, um anzuerkennen, dass er noch viel lernen muss."

In unserer Bildergalerie haben wir die die wichtigsten Gründe zusammengefasst, warum McLaren 2013 mehr als ein Geheimtipp auf den Titel ist.

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