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McLaren

Alonso explodiert

Foto: dpa 62 Bilder

Fernando Alonso hat mit seinem bisher heftigsten verbalen Rundumschlag McLaren-Mercedes erneut provoziert und zwei Wochen vor dem Saisonfinale in der Formel 1 den Verbleib bei den Silberpfeilen beinahe unmöglich gemacht.

07.10.2007

Der Spanier erhob am Samstag (6.10.) schon vor dem Großen Preis von China schwere Anschuldigungen gegen die Teamführung und warf ihr vor, Politik gegen ihn zu betreiben. Nicht einmal nach seinem zweiten Platz in Shanghai im vorletzten Saisonrennen, durch den er seine Chance im Titelkampf wahrte, rückte er am Sonntag bei der offiziellen Pressekonferenz von seiner Kritik nicht ab: "Ich habe nichts gesagt, das nicht wahr ist. Man hat sehr, sehr viele schlechte Sachen über mich gesagt. Ich habe mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen."

McLaren: "Kein Kommentar"

Die in dieser Saison nicht auch zuletzt wegen Alonsos Launen leidgeprüften Verantwortlichen des britisch-deutschen Rennstalls wollten die Aussagen ihres mit angeblich 20 Millionen Euro pro Jahr entlohnten Angestellten (noch) nicht kommentieren. "Bis zum Saisonende sagen wir dazu gar nichts", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Ein Weggang dürfte auch vom WM-Ausgang abhängen, die öffentlichen Anfeindungen stellen aber ein weiteres Engagement des zweimaligen Weltmeisters jedoch mehr denn je in Frage.

Es passierte am Samstag nach der traditionellen McLaren-Fragerunde "Meet the Team". Alonso ließ seinen ganzen Frust bei spanischen Journalisten raus. Die Team-Verantwortlichen würden der deutschen und britischen Presse Informationen zu seinen Ungunsten liefern, behauptete Alonso. "Im Vorjahr hatten sie Probleme, ins dritte Qualifying zu kommen, und jetzt kämpfen sie um die Weltmeisterschaft", sagte er und glaubt, dass er den entscheidenden Anteil am Aufschwung hat. Die Wahrheit sei, "dass die Behandlung nicht sehr gut war", klagte Alonso.

Alonso wittert Komplott

Immer wieder deutet der 26-Jährige, der in der dubiosen Spionage-Affäre als Kronzeuge gegen das eigene Team aufgetreten war, an, dass er gegenüber seinem vier Jahre jüngeren Teamkollegen Lewis Hamilton benachteiligt werde. Die Ergebnisse sprechen eine andere Sprache. Vier Mal stand er ebenso wie WM-Spitzenreiter Hamilton auf dem obersten Podestplatz. In neun Rennen, darunter auch in Shanghai, wo Hamilton in der 31. Runde seinen Wagen im Kiesbett der Boxeneinfahrt abstellen musste, landete er vor seinem britischen Kollegen.

Und doch: Er werde nicht wie ein zweimaliger Champion behandelt - sondern "wie eine normale Person", reklamiert Alonso, dessen Wechsel von Renault zu McLaren-Mercedes bereits Ende 2005 verkündet und eine Jahr später vollzogen worden war, noch immer einen Sonderstatus. Heftig auch seine Vorwürfe gegen Teamchef Ron Dennis. Ihm riet Alonso manchmal lieber nichts zu sagen. "Es ist besser zu schweigen, als zu lügen. Das hätte er sich auch öfter zu Herzen nehmen sollen, dann würde es dem Team besser gehen." Und damit noch nicht genug: "Viele Skandale, in die McLaren in diesem Jahr involviert war, hat er mit solchen Dingen ausgelöst."

Titelgewinn weiter schwierig

Er hoffe, dass er in Brasilien über das gesamte Wochenende eine gute Leistung zeigen könne, sagte Alonso auf der Pressekonferenz nach dem Rennen und spielte damit auf den aus seiner Sicht unerklärlichen Rückstand zu Hamilton im letzten Abschnitt der Qualifikation am Samstag an. Zuvor hatte er auch die Freispruch-Entscheidung für seinen Teamkollegen in der Brems-Affäre von Japan kritisiert. Er, so glaubt Alonso, wäre dafür bestraft worden. Sein Rückstand auf Rookie Hamilton ist indes zwar auf vier Punkte geschrumpft. "Es ist aber noch genauso schwer wie vor diesem Rennen", meinte Alonso nach dem China-Grand-Prix.

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