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McLaren-Attacke in Österreich

Kommt die kurze Nase?

McLaren - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 3. Juni 2015 Foto: ams 70 Bilder

McLaren-Honda setzt einen neuen Motor beim GP Kanada ein. Doch er soll nicht mehr Power haben. Noch nicht. Der Leistungsschub ist erst für das nächste Rennen in Österreich geplant. Dazu ein großes Chassis-Upgrade. McLaren will erstmals mit kurzer Nase antreten.

04.06.2015 Michael Schmidt

Montreal ist nicht die ideale Strecke für McLaren-Honda. Zu viele Geraden, zu wenig schnelle Kurven. "Und die liegen uns besser als die langsamen", ergänzt Jenson Button. Nach den ersten WM-Punkten in Monte Carlo wird es für Jenson Button und Fernando Alonso schwierig, das Resultat beim GP Kanada zu wiederholen. "Wenn wir das Niveau der letzten beiden Rennen halten könnten, wäre das schon ein Erfolg. Da lag ich beide Male auf Platz 9, bevor ich ausgefallen bin", bilanziert Alonso.

Motor-Upgrade kein Power-Upgrade

Montreal ist eine Power-Strecke. Rechtzeitig vor dem GP Kanada löst Honda seine ersten beiden Entwicklungs-Token ein. Und trotzdem wird das die McLaren auf den langen Geraden des Circuit de Notre-Dame nicht beflügeln. "Die Änderungen sind mehr für die Standfestigkeit", erklärt Alonso. Button verrät: "Sie verbessern die Effizienz des Motors."

Aus McLaren-Kreisen hört man, dass die Eingriffe in den Honda V6 erst beim übernächsten Rennen in Österreich Wirkung zeigen werden. "Weil wir da auf 700 Meter Höhe fahren." Offenbar rechnet Honda, dass man dort weniger Leistung einbüßt als die Konkurrenz. Und es muss etwas mit den Modifikationen an der Antriebseinheit zu tun haben.

Neue Nase und Aufhängungen für Österreich

Beim GP Österreich will McLaren richtig Attacke machen. Nicht nur wegen des Motors. Dann soll der MP4-30 auch in stark veränderter Form antreten. Geplant ist der Einsatz einer kurzen Nase. Sie ist durch den ersten Crashtest gefallen. Ein zweiter soll noch diese Woche stattfinden.

Die Nase verändert auch den Rest der Aerodynamik. "Wir werden unserem neuen Aero-Konzept treu bleiben, aber trotzdem einige größere Dinge ändern", heißt es bei McLaren. Dazu kommt ein neues Aufhängungssystem. Für mehr mechanischen Grip.

Alonso bestätigt, dass es auch beim Auto Nachholbedarf gibt: "Wir haben in Monte Carlo viel in Bezug auf das Chassis gelernt, weil dort der Motor eine geringere Rolle spielt. Beim mechanischen Grip und der Aero-Charakteristik müssen wir nachlegen."

Teamchef Eric Boullier führt aus, dass die für Österreich geplanten Verbesserungen rund um die kurze Nase schon länger bei McLaren auf dem Tisch liegen. "Es hat nur keinen Sinn gemacht, sie früher zu bringen. Priorität hatte die Antriebseinheit. Deshalb haben wir uns für die Aerodynamik lieber mehr Zeit genommen. Am Anfang hat uns so viel Rundenzeit gefehlt, dass wir Änderungen am Auto gar nicht richtig hätten einschätzen können."

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