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McLaren-Mercedes

Aufrüsten an drei Fronten

Lewis Hamilton - McLaren - GP Europa - Valencia - Formel 1 - 22. Juni 2012 Foto: McLaren 22 Bilder

McLaren hat wie Red Bull zwei Grand Prix gewonnen. Das Team ging als WM-Favorit in die Saison, doch die Formkurve zackt auf und ab. Es gibt drei Baustellen. Pannen bei den Boxenstopps, die Krise von Jenson Button und Fragezeichen bei der Reifenbehandlung. An allen Fronten wird gearbeitet.

23.06.2012 Michael Schmidt

Können Sie sich noch an den GP Australien erinnern? Platz eins für Jenson Button, Rang drei für Lewis Hamilton. McLaren sah wie ein möglicher Weltmeister aus. Dann der Absturz in Bahrain. Die Patzer beim Reifenwechsel in Shanghai, Bahrain, Montreal. Die Panne mit zu wenig Benzin im Tank, die Lewis Hamilton die Pole Position in Barcelona gekostet hat. Der fehlende Rennspeed in Bahrain und Monte Carlo. Zwei Punkte in vier Rennen für Jenson Button. Und dann wieder der grandiose Sieg von Hamilton beim GP Kanada. Ein Auf und Ab, auf das selbst ein so gut organisiertes Team wie McLaren keine Antworten weiß.

Hamilton beschwert sich

Stichwort Entwicklung: McLaren hat in den letzten Rennen sein Auto nur marginal verändert. Hamilton beschwerte sich schon öffentlich: "Nach meinem Geschmack könnte da mehr kommen." In Valencia debütierte eine neue Hinterradaufhängung. Die soll mehr Freiheiten bei der Abstimmung des Autos geben und die Traktion verbessern. Der neue Auspuff, der am Freitag ausprobiert wurde, war ein Projekt für die Zukunft.

Sportdirektor Sam Michael bestreitet, dass McLaren das Entwicklungstempo reduziert habe, um sich nicht selbst zu verwirren. "Wir haben zwei separate Gruppen. Die eine kümmert sich um Problemlösungen, die andere um die Fahrzeugentwicklung. Wenn es Probleme gibt, muss die andere Gruppe deshalb nicht nachlassen."

Stichwort Button. Warum kommt der Weltmeister von 2008 seit vier Rennen nicht auf Touren? Sam Michael verteidigt den Star in der Krise: "Wir haben keine Zweifel an seinen Fähigkeiten. In den ersten vier Rennen war er durchweg schneller als Hamilton. Und in der Qualifikation lag Jenson nicht weit hinter Lewis. Doch wenn das Feld so dicht beisammen ist, dann können zwei Zehntel nicht zwei sondern zehn Startplätze ausmachen. Das ist Jenson ein paar Mal passiert. Einige Mal hat er am Freitag wegen technischer Probleme Trainingszeit verloren. Zum Beispiel in Montreal. Der Preis dafür ist dann eine nicht optimale Abstimmung."

Button mit anderem Material in Kanada

Für den hohen Reifenverschleiß an der Hinterachse in Kanada macht Michael die Bremsen verantwortlich: "Jenson musste für dieses eine Rennen auf Scheiben von Carbon Industries umsteigen. Normalerweise fährt er Brembo-Scheiben. Das neue Material war er nicht gewohnt, und sie haben mit seinem Fahrstil nicht so harmoniert. Wenn dann die Bremsen zu heiß werden, kann es passieren, dass sich das auf die Reifen überträgt."

Stichwort Reifenwechsel. Auch in Montreal gingen bei Hamilton bei zwei Boxenstopps zweieinhalb Sekunden auf Sebastrian Vettel verloren. Sam Michael erkennt dennoch einen Trend zur Besserung. "Wir haben unsere Crew umgestellt. Seit drei Rennen ist sie jetzt konstant und bekommt immer mehr Selbstvertrauen. Auch bei den Felgen, Radmuttern und Wagenhebern haben wir nachgerüstet. Im Training schaffen wir konstant 2,5 Sekunden pro Stopp. In Montreal waren es unter Rennbedingungen unter drei Sekunden, wenn wir die Reifenwechsel isoliert betrachten. Einmal hatten wir ein Problem beim Losfahren. Insgesamt nähern wir uns den besten an."

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