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McLaren-Aufschwung

Hamilton glaubt noch nicht an einen Sieg

Lewis Hamilton Foto: dpa 32 Bilder

Lewis Hamilton bleibt trotz der Wiedergeburt von McLaren-Mercedes auf dem Teppich. "An einen Sieg zu glauben wäre vermessen. Wir setzen jetzt erst mal einen Schritt vor den anderen", erklärte der Weltmeister nach dem Qualifying vom Nürburgring.

11.07.2009 Michael Schmidt

Für McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh gibt es angesichts der unsicheren Wettervorhersage nur eine Devise: "Regen, dann Chaos, dann ein Sieg." Lewis Hamilton hält diese Konstellation trotz seines fünften Startplatzes und einem möglichen Regenrennen am Sonntag für übertrieben. "Wir setzen jetzt erst mal einen Schritt vor den anderen."

Der Weltmeister ist schon froh, dass er wieder bei der Musik ist. "Das Auto ist mit dem neuen Frontflügel und dem neuen Diffusor viel stabiler. Das gibt Vertrauen. Ich kann mehr attackieren und muss nicht mehr Angst haben, dass mir ohne Vorwarnung das Heck ausbricht. So bringen wir auch die Reifen viel besser zum Arbeiten."

KERS-Vorteil am Start

Für einen Sieg müssen nach Ansicht von Hamilton noch weitere Ausbaustufen folgen. "Das war ein Anfang. Auf die Spitze fehlt schon noch ein ganzes Stück." In der Qualifikation waren es spritbereinigt rund fünf Zehntel auf die Red Bull. Ein Plus im Rennen ist der Hybridantrieb. Mercedes-Rennleiter Norbert Haug rechnet vor: "KERS bringt auf dem Nürburgring 0,35 Sekunden pro Runde. Vielleicht können wir den Power-Vorteil schon beim Start strategisch umsetzen."

Positiv ist auch , dass der McLaren unter Einrechnung der Benzingewichte ungefähr auf dem Niveau der leicht betankten Brawn GP gefahren ist. In Bezug auf das Wetter teilt Hamilton die Meinung seines Teamchefs: "Der Regen könnte uns einen Joker in die Hände spielen." Wer an 2008 zurückdenkt, wird sich vielleicht erinnern: Hamilton fuhr bei Regen immer besonders stark.

Kovalainen mit dem alten Modell auf Rang sechs

Die große Überraschung im Training war Hamiltons Teamkollege Heikki Kovalainen. Obwohl sich der Finne noch mit der alten Version des McLaren abmühen musste, schaffte er es unerwarteterweise in die letzte Runde der Qualifikation und startet nur einen Platz hinter Hamilton. "Es tut immer weh, wenn man nur ein Exemplar einer Modifikation hat und sich für einen der beiden Fahrer entscheiden muss, aber Heikki hat mit seinem Handikap einen unglaublichen Job gemacht."

Das wirft die Frage auf, ob das Streckenlayout des Nürburgrings dem McLaren nicht ohnehin entgegenkommt und somit den Fortschritt der aerodynamischen Modifikationen verwässert. Whitmarsh räumt ein, dass der Nürburgring dem McLaren besser liegt als Silverstone, rechnet dann aber vor: "Unser Rückstand auf die Spitze ist dramatisch geschrumpft. Das ist der Beweis dafür, dass sich das neue Paket bewährt hat. Um wie viel genau, können wir im Moment leider nicht genau festlegen. Die Teile waren so neu, dass uns noch der gesamte Datensatz für die Simulation fehlt."

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