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McLaren, BMW & Renault

Frust bei den Verlierern von Silverstone

Hamilton Fan Foto: dpa 63 Bilder

Im letzten Jahr gewannen sie noch Rennen. 2009 sind selbst WM-Punkte außer Reichweite. Für die großen Herstellerteams McLaren-Mercedes, BMW und Renault galt in Silverstone der Spruch: Außer Spesen nichts gewesen.

21.06.2009 Michael Schmidt

Das Ergebnis des GP England hört sich nach einem Schreibfehler an. Die Fahrer von Renault, BMW und McLaren-Mercedes belegten die Plätze 12 (Piquet), 13 (Kubica), 14 (Alonso), 15 (Heidfeld) und 16 (Hamilton). Alle wurden vom Sieger Sebastian Vettel überrundet. Der zweite McLaren-Pilot Heikki Kovalainen fiel nach einer Kollision mit Sebastien Bourdais aus. Tiefer kann man nicht im Elend stecken. Doch gibt es Aussicht auf Besserung?

Renault mit Startschwierigkeiten

Renault hofft, dass in drei Wochen am Nürburgring der von Alonso herbeigesehnte große Schritt kommt. Tatsächlich werden größere Retuschen am Diffusor und der Motorverkleidung angekündigt. "Die Windkanaldaten sehen gut aus", bestätigt Nelsinho Piquet, der seinen Teamkapitän dank einer Einstopptaktik diesmal schlagen konnte. Piquet wird beim GP Deutschland auch in einem neuen Chassis sitzen. "Ich fahre immer noch im Chassis 01, mit dem ich schon die Wintertests bestritten habe. Ich glaube, das Ding ist ziemlich ausgelutscht. Anders kann ich mir den großen Zeitunterschied zu Alonso auf meiner Spezialstrecke Silverstone nicht erklären."

Alonso zeigte sich zerknirscht: "Ich hatte ein tolles Duell mit Hamilton, aber ich bin frustriert. Wir müssen uns an allen Fronten verbessern. Renault verlor die Chance auf Punkte beim Start. Die Reifenwahl war ein Fehler. Beide Piloten fuhren mit der harten Mischung los. "Wir hatten beim Wegfahren viel weniger Grip als die anderen", maulte Piquet.

BMW auf dem absteigenden Ast

Auch BMW fiel nach dem kleinen Zwischenhoch in der Türkei wieder in die Niederungen der Bedeutungslosigkeit zurück. Robert Kubica lieferte sich mit Alonso und Hamilton einen schönen Kampf um Platz 13, doch das ist für den WM-Vierten des Vorjahres schlicht zu wenig. Teamchef Mario Theissen fasste zusammen: "Das Ergebnis entspricht der Ausgangsposition im Training. Es war eine Enttäuschung. Wir werden deshalb die Entwicklungsarbeit weiter forcieren."

Schon am Nürburgring sollte die zweite Stufe des Doppeldiffusors gezündet werden. Ob das die mysteriösen Reifenprobleme löst, ist fraglich. "Wir bringen die Reifen nicht auf Temperatur, wenn es so kühl wie in Silverstone ist", gibt Technikchef Willy Rampf zu.

Silberpfeile mit Pleite beim Heimspiel

McLaren gab bei seinem Heimrennen, das man 2008 noch gewonnen hatte, eine traurige Figur ab. Lewis Hamilton klagte über "null Grip". Trotzdem begeisterte der Weltmeister mit einem kämpferischen Rennen. Er legte sich mit den Renault und BMW an, obwohl sein McLaren noch ein Stück schlechter war. Die Fans dankten es ihrem Superstar. Als er Alonso überholte, brandete auf den Tribünen Jubel auf. Eine Runde später holte sich Alonso den 16. Platz wieder zurück.

Hamilton versuchte positiv zu denken: "Die Zweikämpfe haben echt Spaß gemacht." Der Nürburgring mit seinen kurzen Kurvenradien sollte dem McLaren-Mercedes besser liegen als der ultraschnelle Kurs von Silverstone. Trotzdem ist deshalb nicht gleich ein Sprung auf das Podest zu erwarten. Das für den GP Deutschland geplante große Aero-Paket muss wahrscheinlich erneut um ein Rennen verschoben werden.

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