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McLaren

Button wundert sich über Pole Position

Jenson Button GP Belgien 2012 Foto: xpb 77 Bilder

In Monte Carlo 2009 stand Jenson Button zum letzten Mal auf der Pole Position. Da fuhr er noch für Brawn GP. Bei McLaren musste der Engländer 50 Rennen lang auf eine Trainingsbestzeit warten. Sie kam auch für Button überraschend. Denn eigentlich war er mit der falschen Abstimmung unterwegs.

01.09.2012 Michael Schmidt

Jenson Button ist nicht der Mann für Trainingsbestzeiten. Seine Pole Position zum GP Belgien war erst die achte beim 220. Start. Und die erste, seit er für McLaren fährt. Button musste lange warten, bis er wieder mal auf dem Platz an der Sonne stand.

Teams müssen Setup ohne Referenz festlegen

Zuletzt glückte ihm das auf einem Brawn GP 2009 in Monte Carlo. Seinem Weltmeister-Jahr. Die Pole Position für den 31-jährigen Engländer kam für viele überraschend. "Normalerweise ist Jenson am Samstag nicht so gut", juxte Mark Webber. Auch Button wunderte sich: "Für eine schnelle Runde war ich eigentlich mit der falschen Abstimmung unterwegs."

In Spa unterscheiden sich die Abstimmungen mehr als auf jeder anderen Strecke. Diesmal noch extremer, weil der Freitag verregnet war. "Es gab keine Referenz, was die anderen machen. Normalerweise schauen wir voneinander ab", erklärte Fernando Alonso. Die Krux dabei: Die Teams müssen die Getriebeübersetzung schon am Freitagabend bei der FIA einreichen.

Wer den siebten Gang lang übersetzt, muss am Sonntag mit wenig Abtrieb fahren. Sonst stimmt die Gangabstufung in den Kurven nicht. Andersherum kann ein Fahrer, der auf einen kürzeren siebten Gang gesetzt hat, nicht einfach so Anpressdruck verringern. Sonst fährt er auf der Geraden schnell in den Begrenzer.

Button setzt auf Rennabstimmung

Button wählte wenig Abtrieb. Die Erfahrung sagt, dass man damit auf eine schnelle Runde im Training Zeit verliert, weil die Pole Position im zweiten Sektor entschieden wird. Dort, wo viele Kurven sind. Wer zu viel Flügel fährt, ist aber im Rennen verwundbar. Spa ist eine Strecke, auf der Überholen möglich ist. Wenn man genug Top-Speed hat.

Button rechnete deshalb mit einer schlechteren Trainingszeit und Vorteilen im Rennen. "Ich bin überrascht, dass alle Jungs, die auf viel Abtrieb gesetzt haben, hinter mir stehen." Zum Beispiel sein Teamkollege Lewis Hamilton. Zum Beispiel Sebastian Vettel. Zum Beispiel Mark Webber.

Vorteil für Button im Rennen?

Da die alte Setup-Regel von Spa offenbar außer Kraft gesetzt scheint, macht sich Button gute Hoffnungen für das Rennen. "Wir wissen nicht, ob wir mit dem Setup richtig liegen. Der gute Top-Speed wird mir vor allem in der Anfangsphase helfen. Aber vielleicht muss ich später im Mittelsektor bezahlen, weil mit weniger Abtrieb die Reifen leiden. Vielleicht kommt es auch ganz anders. Mehr Abtrieb bedeutet mehr Last auf die Reifen. Und dann könnten die anderen Schwierigkeiten kriegen, weil die Reifen überhitzen." Alonso pflichtet bei: "Es könnte im Rennen alles anders kommen."

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