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McLaren Mercedes beim GP England

McLaren: Die Pleite beim Heimspiel

Lewis Hamilton Boxenstopp Foto: xpb 28 Bilder

Das neue Aerodynamikpaket sollte Lewis Hamilton und Jenson Button auf Augenhöhe mit Red Bull bringen. Doch es wurde in der Nacht zum Samstag wieder ausgebaut. Am Ende war Hamilton froh, auf Platz vier zu landen. Und bei Button herrschte nach Platz 14 tiefer Frust.

10.07.2010 Michael Schmidt

Der Sieg eines englischen Fahrers beim GP England ist in weite Ferne gerückt. Lewis Hamilton scheint als Vierter des Trainings zwar in Reichweite, doch eine echte Chance hat der Weltmeister von 2008 nicht. "Es war die beste Runde meines Lebens. Es kommt selten vor, dass ich im Nachhinein nicht wüsste, wo ich ein bisschen Zeit liegengelassen habe", jubelte Hamilton nach dem Abschlusstraining. Hamilton war damit besser als sein Auto. Der McLaren war in der Nacht von Freitag auf Samstag auf den alten Stand zurückgerüstet worden. Nur der neue Frontflügel blieb am Auto. Der Auspuff, der den Diffusor anbläst, wanderte wieder zurück in die Fabrik. "Wir müssen unsere Hausaufgaben nachholen", bestätigte Teamchef Martin Whitmarsh.

Paffett erarbeitete Grundabstimmung im Simulator

Testfahrer Gary Paffett arbeitete bis um kurz vor Mitternacht am Simulator eine Basisabstimmung für Hamilton und Button aus. Sie waren den ganzen Freitag mit dem neuen Aerodynamikpaket unterwegs gewesen. Jetrzt blieb ihnen nur noch eine Stunde statt vier für das Feintuning. "Natürlich wären wir besser gewesen, hätten wir von Anfang an mit der Version vom Samstag begonnen. Um wieviel, das ist hypothetisch", erklärte Button, der in der Qualifikation auf Rang 14 abstürzte. "Sicher hätte ich an zwei Tagen eine bessere Balance finden und die Reifen besser verstehen kann."

Der Weltmeister war bitter enttäuscht: "Ich bin extrem enttäuscht darüber, dass ich vor meinem Publikum auf meiner Strecke so weit hinten stehe. Es ist mir immer noch ein Rätsel warum. Am Samstagvormittag hat die Balance des Autos gepasst. Wir haben bis zum Nachmittag nichts am Auto geändert. Als ich in der Qualifikation zum ersten Mal auf die Strecke bin, spürte ich sofort, dass im Heck Grip fehlt." Button steuerte noch mit der Frontflügeleinstellung und der Differenzialsperre dagegen, doch der rätselhafte Gripverlust an der Hinterachse blieb.

Risiko des Updates hat sich gelohnt

McLaren verteidigte dennoch das Risiko, dass man mit der Runderneuerung des Autos eingegangen war. "Vielleicht war es etwas überstürzt, aber so haben wir früher gelernt, was mit dieser Konfiguration schief laufen kann. Insbesondere über die Schäden, die die heißen Auspuffgase anrichten können", erklärte Whitmarsh.

Um den Unterboden zu schützen, mussten mehrere Armierungen angebracht werden. "Das hat uns aerodynamisch sicher nicht geholfen", bestätigte der Teamchef. McLaren lernte auch, dass es noch Abstimmungsprobleme mit dem Einblasen der Auspuffgase in den Diffusor gibt. "Wenn die Fahrer voll auf dem Gas stehen, steigt der Abtrieb deutlich an. Wir haben aber auch gesagt, dass der gegenteilige Effekt beim Gaswegnehmen einen zu starken Einfluss auf das Fahrverhalten hat."

Hamilton hat Rennen noch nicht abgeschrieben

Lewis Hamilton sieht trotzdem nicht schwarz für das Rennen. "Wir haben in der ersten Saisonhälfte bewiesen, dass wir immer das Maximum aus der Situation machen, auch wenn uns die Strecke oder die Umstände nicht entgegenkommen. Unsere Taktik muss sein, so wenig wie möglich Punkte auf die Red Bull zu verlieren. Es werden auch wieder Strecken kommen, die uns besser passen. Auch Jenson kann noch nach vorne kommen. Wenn er eine gute erste Runde hat und den F-Schacht richtig ausnutzt, darf man ihn nicht abschreiben."

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