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McLaren-Mercedes

Die Reifen bleiben weiterhin ein Rätsel

Jenson Button - Formel 1 - GP Deutschland - 21. Juli 2012 Foto: xpb 22 Bilder

McLarens Wochenende begann stark und endete wie so oft mit einem großen Fragezeichen. Jenson Button und Lewis Hamilton sahen wie ernsthafte Gegner für Ferrari und Red Bull aus, doch jetzt starten sie trotzdem nur von den Positionen 6 und 7.

21.07.2012 Michael Schmidt

Aus diesem McLaren-Mercedes wird man nicht schlau. Noch nicht einmal die eigenen Fahrer und Ingenieure. Auf trockener Strecke sah der runderneuerte McLaren aus wie ein möglicher Sieger. Lewis Hamilton beendete das dritte Training als Zweiter hinter Fernando Alonso. Auch die Qualifikation ließ sich gut an. Hamilton und Jenson Button marschierten ohne großes Zittern in das Top Ten-Finale. Auf Trockenreifen stark, auf Intermediates unschlagbar. Doch dann kam der große Regen, und McLaren stürzte ab. Nur dank der Strafversetzung von Mark Webber starten Button und Hamilton von den Positionen 6 und 7. Button steht damit zum ersten Mal in dieser Saison vor seinem Teamkollegen.

McLaren ein Rätsel

Lewis Hamilton war ratlos: "In Silverstone war es genau umgekehrt. Wir sind auf Regenreifen stark unterwegs gewesen und waren auf Intermediates nirgendwo. In Hockenheim haben die Regenreifen für uns überhaupt nicht funktioniert. Ich bin herumgerutscht wie auf Eis. Die Ingenieure haben mich schon nach der ersten Runde informiert, dass die Reifentemperatur in den Keller gefallen ist." Dann sagte Hamilton einen Satz, den so deutlich noch keiner bei McLaren ausgesprochen hat. "Dieses Auto und diese Reifen sind uns ein Rätsel."

Jenson Button betrieb Schadensbegrenzung, weil er wie Fernando Alonso mitten im Q3 einen neuen Satz Reifen aufziehen ließ. Hamilton brach das Training dagegen frühzeitig ab. "Ich habe das mit meinen Ingenieur diskutiert, aber er meinte, ich solle draußen bleiben, weil die Strecke immer schneller wird. Es war nicht meine Entscheidung, nicht zu wechseln. Als wir drüber nachdachten, war es zu spät."

Das wechselhafte Wetter erschwerte McLaren die Aufgabe, die neuen Komponenten am Auto vernünftig zu testen. Der schärfere Einzug der Seitenkästen, der neue Diffusor und Unterboden, die modifizierte Motorabdeckung und die Änderungen an der Hinterachse sollten auf dem Papier eine halbe Sekunde bringen. Button ist überzeugt, dass der Fortschritt auch auf der Rennstrecke angekommen ist. "In den wenigen Runden im Trockenen fühlte es sich wie ein großer Fortschritt an."

Das magische Fenster

Teamchef Martin Whitmarsh assistierte: "Wir erkennen mehr Abtrieb auf der Hinterachse." Was aber nicht das Reifenproblem löst. Button fasst die Problematik in zwei Sätzen zusammen. "Wir haben ein schnelles Auto, wenn wir die Reifen in das magische Fenster bringen. Wenn nicht, sind wir weit weg."
 
 

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