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McLaren

Doppelter Crashtest für die neue Nase

Foto: Wolfgang Wilhelm 47 Bilder

Beim Grand Prix in Ungarn sind die McLaren-Mercedes erstmals mit den auffälligen Nasen-Flügeln angetreten. Dabei war ein Einsatz lange fraglich: Erst kurz vor dem Freien Training waren die letzten Tests abgeschlossen.

15.08.2008 Michael Schmidt

Nach einigen nachteiligen FIA-Entscheidungen gegenüber McLaren wollte Ron Dennis lieber ganz auf Nummer sicher gehen. Explizit vorgeschrieben sind Crashtests für die Nasenflügel von der FIA nicht, trotzdem ließ der McLaren-Teamchef das Crashverhalten der neuen Teile intern überprüfen.

Da der erste Testlauf fehlgeschlagen war, mussten die Techniker in Woking Sonderschichten einlegen. Erst im zweiten Versuch genügte die neue Frontkonstruktion den eigenen Ansprüchen. Wegen der Verzögerung konnten Heikki Kovalainen und Lewis Hamilton das Hirschgeweih erst im zweiten Freien Training am Nachmittag in Budapest erstmals ausfahren.

Mercedes-Aggregat mit Vorteilen?

Insgesamt änderte McLaren für das Rennen am Hungaroring vier mechanische Komponenten und acht Aerodynamikdetails. Die Silberpfeile können es sich leisten, Flügel auf das Auto zu packen, ohne Top-Speed zu verlieren. Die Konkurrenz will gemessen haben, dass der Mercedes-V8 25 PS vor allen anderen Motoren liegt. "Schön wärs", lächelt Norbert Haug so klar, dass Mercedes-Sportchef seine Geheimnisse nicht verraten will..

Die Rivalen haben jedoch eine Theorie: Zu Saisonbeginn konnte McLaren seinen PS-Vorteil nur deshalb nicht so ausspielen, weil der MP4-23 zu wenig Anpressdruck produziert hat. Das hat sich mit der jüngsten Entwicklungsoffensive deutlich verbessert. Die neuen Teile bringen mehr Downforce ohne den Luftwiderstand zu vergrößern. Somit kommen die Silberpfeile schneller durch die Kurve, verlieren aber gleichzeitig nicht an Top-Speed. BMW-Technikchef Willy Rampf rechnet vor: "Wenn die Zahl stimmt, dann bringt ein Plus von 25 PS bei gleichem Anpressdruck vier Zehntel auf der Strecke."

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