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McLaren droht Malaysia-Pleite

Buttons Reifen-Poker geht in die Hose

Kevin Magnussen - McLaren - Formel 1 - GP Malaysia - Sepang - 29. März 2014 Foto: xpb 51 Bilder

McLaren droht die Führung im Konstrukteurspokal zu verlieren. In Malaysia starten Kevin Magnussen und Jenson Button nur von den Plätzen 8 und 10. Schuld an den schlechten Plätzen waren auch ein Ausrutscher ins Kies und ein missglückter Reifenpoker.

29.03.2014 Tobias Grüner

Der Qualifying-Samstag begann bei McLaren nicht nach Plan. Ein Sensor und die Software zeigten im dritten Training kleinere Kommunikationsprobleme. "Das hat dazu geführt, dass der Motor automatisch in den Sicherheitsmodus ging", erklärte Teamchef Eric Boullier. "Es hat eine Zeit gedauert, bis wir das Problem verstanden haben. Wir mussten aber sicher sein, weil wir keinen Motorschaden riskieren wollten."

Durch den einsetzenden Regen fiel die fehlende Zeit auf der Strecke nicht größer ins Gewicht. Auf der nassen Fahrbahn begannen alle Piloten bei Null. Die Verschiebung des Quali-Starts um 50 Minuten gab den Ingenieuren genügend Zeit, die Fehler zu beseitigen. Doch trotzdem waren die Gesichter im McLaren-Lager nicht ganz glücklich. Die Spitzenreiter in der Konstrukteurswertung hatten sich mehr erhofft als die Startplätze 8 und 10.

Button riskiert Reifenpoker

Dass man nicht ganz so auftrumpfen konnte wie in Melbourne lag vor allem an der Streckencharakteristik, erklärt Jenson Button. "Hier gibt es deutlich mehr schnelle Kurven. Die sind nicht gerade unsere Stärke. Uns fehlt einfach noch Abtrieb." Auch der Regen half nicht. "Auf trockener Strecke rutschen wir und überhitzen die Reifen. Bei nassen Bedingungen sind wir nicht schnell genug und bekommen keine Temperatur in die Reifen."

Mit einer riskanten Strategie versuchte Button im Q3 doch noch Unmögliches möglich zu machen. Der Weltmeister von 2009 ging auf ziemlich nasser Strecke mit den Intermediates raus. "Wenn es aufgehört hätte zu regnen, wäre der Poker aufgegangen. Bei den warmen Temperaturen und 10 Autos auf der Strecke verschwindet das Wasser schnell von der Ideallinie."
 
Doch der Regen wurde kurz nach Beginn der letzten K.O.-Runde wieder stärker. Button blieb nur der Wechsel zurück auf die richtigen Regenreifen. Die Bedingungen wurden wieder schlechter. Für den Briten blieb am Ende nur Rang 10. "Die Entscheidung nehme ich auf meine Kappe. Wir hätten heute aber sowieso nicht um die ersten Startreihen kämpfen können. Da kann man auch mal einen kleinen Reifenpoker wagen. Leider ist er nicht aufgegangen", so Button.

Magnussen nach Fehler im Kiesbett

Teamkollege Kevin Magnussen hatte sich bei einem Ausflug ins Kiesbett im Q2 den Diffusor beschädigt und landete am Ende auf Rang 8. "Das war mein Fehler. In der letzten Kurve stand die Gischt sehr lange. Ich habe meinen Bremspunkt verpasst. Die Beschädigung am Auto hat sicher nicht geholfen. Aber ich kann nicht sagen, wie viel ich verloren habe."
 
Beide Piloten wollen am Sonntag in die Punkte fahren. Doch auf den Longruns erwartet Button Probleme. Die Hinterreifen überhitzen. Eine Aufholjagd bis aufs Podium wie in Melbourne sieht der Brite nicht am Horizont. "Mercedes ist bei trockenen Bedingungen eine Sekunde schneller als alle anderen. Die haben so viel Abtrieb. Das hilft auch, die Reifen zu schonen. In Melbourne hat man nicht die wahre Pace gesehen. Ich hoffe, dass sie hier jemand herausfordern kann."

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