Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

McLaren

Ein lachendes und ein weinendes Auge

Lewis Hamilton - Formel 1 - GP Italien - 09. September 2012 Foto: xpb 23 Bilder

Bei McLaren freute man sich über Lewis Hamilton, der für das Team den dritten Sieg in Folge einfuhr. Zugleich bedauerte man den Ausfall von Jenson Button. Ihm ging aufgrund eines technischen Defekts der Sprit aus.

09.09.2012 Bianca Leppert

McLaren mag sich über den dritten Sieg in Folge freuen, doch der Konkurrenz dürfte diese Dominanz ordentlich auf die Nerven gehen. Auf drei verschiedenen Streckentypen sicherte sich das Team aus Woking jeweils die Pole-Position und den Sieg – und das in einer so engen Saison wie dieser. McLaren scheint mehr als nur einen Lauf zu haben.

McLaren gewinnt kontrolliert

Lewis Hamiltons Sieg war zu keiner Zeit in Gefahr. Auch wenn manche Sergio Perez nach vorne eilen sahen, hatte der Führende alles unter Kontrolle. "Ich bin ein bisschen gecruist", sagt Hamilton. "In den letzten 20 Runden hatte ich 14 Sekunden Vorsprung. In den letzten vier Runden habe ich ein bisschen mehr Gas gegeben, als ich gehört habe, dass Perez hinter mir ist. Ich wollte den Abstand einfach halten."

Bei McLaren hatte man die Ruhe weg. Auch am Boxenstand kam zu keiner Zeit Panik auf. "Wir haben gesehen, dass Perez kommt", sagt Technikdirektor Paddy Lowe. "Wir wussten, dass wir noch was in der Hinterhand hatten." Die Vorderreifen erwiesen sich bei McLaren nicht wie von manchen befürchtet als kritischer Faktor. Laut Martin Whitmarsh hätte Hamilton noch fünf Runden länger auf den Medium-Reifen bleiben können. Man wollte einfach nur auf Nummer sicher gehen und das Risiko so niedrig wie nötig halten.

Wenn Jenson Button nicht ausgefallen wäre, hätte McLären womöglich einen Doppelsieg gefeiert. Am Auto mit der Startnummer drei gab es Probleme mit der Benzinzufuhr. In Runde 34 rollte Button auf der Gegengeraden aus. "Es kam kein Sprit mehr an", sagt Whitmarsh. "Das kann ein Leck im Benzinsystem sein, die Pumpe, die Leitung oder der Catch Tank." Bereits eine dreiviertel Runde bevor Button ausrollte, kündigte sich das Unheil an. "Wir haben ihm gesagt, er soll alle Benzinpumpen anschalten, aber es kam nicht mehr genug."

Neue Teile für Singapur

"Wenn ein Auto kaputt geht, fühlen wir uns deshalb fast schlechter wie dass wir uns über den Sieg freuen", meint Lowe. Das war allerdings nicht das einzige Problem in Buttons Rennen. Beim Boxenstopp klemmte etwas am rechten Vorderrad. Ob es ein mechanischer Defekt war oder der Mechaniker untersucht McLaren derzeit.

Die Briten haben nun auf drei unterschiedlichen Streckentypen gewonnen – Ungarn, Spa und Monza. Eine Warnung an die Konkurrenz für Singapur? "Ich bin nicht gerne überselbstbewusst", sagt Lowe. "Singapur ist ein langsamer Kurs wie Ungarn. Aber Ungarn ist ein anderer Typ langsamer Kurs. Ich bin natürlich lieber in der Situation in der wir nun sind, als in einer anderen. Für Singapur bringen wir auch ein paar neue Teile mit."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden