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McLaren-Fahrer uneinig

Alonso fehlt der Spaß, Button nicht

Hamilton & Alonso - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 25. August 2016 Foto: sutton-images.com 94 Bilder

Fernando Alonso lobt Honda und kritisiert die aktuellen Autos. Er hat genug vom Schongang mit den Reifen, dem Sprit, den Motoren und der Batterie. Teamkollege Jenson Button holt sich den Spaß in der Qualifikation und sieht das Rennen als einen Wettbewerb mit eigenen Gesetzen.

25.08.2016 Michael Schmidt

Fernando Alonso hat nach 12 Rennen schon mehr als doppelt so viele Punkte wie im letzten Jahr. Der Spanier ist mit dem Fortschritt in den letzten 12 Monaten zufrieden. „Vor einem Jahr wurden wir in Spa zwei Mal überrundet, und wir waren schon bei unserem neunten Motor. Im Vergleich zu 2015 haben wir nicht Sekunden gewonnen, sondern Minuten.“ Eine zweimalige Überrundung müssen die McLaren-Fahrer 2016 nicht befürchten. Und Honda wird in Spa auch erst die jeweils fünfte Antriebseinheit einsetzen.

McLaren-Honda legt beim GP Belgien nach. Mit vielen Modifikationen am Auto und einer Antriebseinheit, die massiv verändert wurde. Honda investierte 7 Token in den Verbrennungsmotor, den Turbolader und die MGU-H. „Ein guter Schritt“, lobt Jenson Button.

„Das wird uns in der Startaufstellung nicht weiter voranbringen als in Hockenheim, doch wenn wir auf Power-Strecken wie Spa und Monza diese Startplätze halten können, ist das schon ein voller Erfolg. In Singapur und danach wird uns der Motor dann definitiv helfen und sich auch auf die Startplätze auswirken.“

Alonsos Rat: Konzentriert euch auf 2017

Alonso denkt schon an nächstes Jahr. Er rät McLaren deshalb, sich ab sofort auf das 2017er Auto zu konzentrieren. „Unser Ziel ist es Weltmeister zu werden. Das können wir in diesem Jahr abschreiben.“ 2017 ist für den Ex-Weltmeister ein wichtiges Jahr. Dann läuft sein Vertrag bei McLaren aus, und Alonso steht vor der Entscheidung, wie er seine Zukunft gestaltet. Mit oder ohne in Formel 1.

Der 32-fache GP-Sieger macht keinen Hehl daraus, dass er kein Fan der aktuellen Fahrzeug-Generation ist. „Sie verlangt einen anderen Fahrstil. Jeder mag für sich entscheiden, ob ihm das besser oder weniger gut gefällt. In meinem Fall ist es so, dass ich weniger Spaß spüre. Die Autos sind zu schwer, haben keinen Grip. Ab der ersten Runde im Rennen denkst du dran Reifen zu schonen, Sprit zu sparen, auf alles aufzupassen. Das geht gegen deinen natürlichen Instinkt als Fahrer.“

Alonso sieht sich in einer privilegierten Position. „Ich durfte die Autos von 2003 bis 2009 erleben. Daher kann ich vergleichen. Sie waren meiner Meinung nach extremer, mehr echte Formel 1-Autos.“ Der Spanier hofft, dass die 2017er Autos wieder in diese Richtung gehen. „Wenn diese Autos wieder Spaß machen, werde ich noch ein paar Jahre in der Formel 1 bleiben. Ändert sich nichts, höre ich wahrscheinlich auf. Und das hängt nicht davon ab, ob wir konkurrenzfähig sind oder nicht.“

Button will auch 2017 in Spa sein

Jenson Button hält die Kritik seines Teamkollegen für übertrieben. „Wir haben immer noch unseren Spaß. In den Qualifikationsrunden sind wir richtig schnell. Im Rennen ist es halt eine andere Herausforderung. Es kann durchaus interessant sein, das Auto so schnell wie möglich über die Renndistanz zu bringen und dabei auf alle möglichen Dinge aufzupassen.“

Der Engländer gibt allerdings zu, dass sich das Fahrgefühl geändert hat. „Es fühlt sich in den Kurven anders an. Früher hast du volle Kanne in eine schnelle Kurve eingelenkt, bist auf dem Stempel geblieben und hast gewartet, ob das Heck kommt. Wehe es ist plötzlich ausgeschwenkt. Dann bist du entweder abgeflogen, oder wenn du korrigieren konntest, war die Rundenzeit beim Teufel. Heute ist es mehr ein gleichbleibender Slide vom Kurveneingang bis Kurvenausgang. Vom Spaßfaktor her war das andere besser, weil du die Fliehkräfte mehr gespürt hast.“

Auf die Frage nach seiner Zukunft gibt Button im Gegensatz zu Alonso keine Antwort: „Ich werde es euch bald mitteilen. Nur so viel: Ich werde 2017 wahrscheinlich wieder in Spa sein.“ In welchem Auto lässt der Weltmeister von 2009 offen. Die Wahl ist begrenzt. Die Experten sehen die Entscheidung zwischen McLaren und Williams.

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