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McLaren fordert neue Reifen-Regeln

Foto: Wolfgang Wilhelm

Während Teamchef Ron Dennis lieber schweigt, fordert Geschäftsführer Martin Whitmarsh auf, die Reifenregeln nach dem Räikkönen-Unfall zu überdenken. Unterstützung erhält er von BMW.

30.05.2005

Teamchef Ron Dennis stand nach dem Ausfall von Kimi Räikkönen in der letzten Runde mit versteinerter Miene am McLaren-Kommandostand. Es war bereits das zweite Mal in der Geschichte des Teams, dass ein sicherer Sieg in der letzten Runde verloren ging (nach Mika Häkkinen 2001 in Barcelona). Angesprochen auf die Regeln, die einen Reifenwechsel im Rennen verbieten, mochte sich Dennis nicht äußern: "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man besser nichts sagt."

Deutlicher wurde McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh: "Es ist schon tausend Mal darüber gesprochen worden: Diese Regeln bringen uns in ein überflüssiges Dilemma. Nun haben wir einen Präzedenzfall, der zeigt, wie gefährlich es ist."

Taktische Entscheidung

Allerdings musste Whitmarsh zugeben, dass es eine taktische Entscheidung war, die zum Aufhängungsbruch bei Räikkönen führte. Denn bereits beim letzten Boxenstopp war die Karkasse des rechten Vorderreifens sichtbar. Der Reifen hätte gewechselt werden dürfen, aber nur um den Preis eines weiteren Boxenstopps.

"Wir haben die Entscheidung getroffen", sagt Whitmarsh, nachdem er sich mit dem Finnen über Funk verständigt hatte. Trotz des Ausflugs ins Kiesbett verteidigt Räikkönen das Vorgehen des Teams: "Wir waren hier, um zu gewinnen, nicht um Rang drei zu holen. Wir wollten Alonso Punkte wegnehmen."

BMW will Einheitsreifen

Unterstützung erhält McLaren durch Konkurrent Williams-BMW. "Deine Position herzuschenken, wenn du den Sieg vor Augen hast ist schwer. Das versuchst du mit allen Mitteln zu vermeiden. Uns wäre in dieser Situation das gleiche passiert wie McLaren", sagt Technik-Chef Sam Michael. BMW-Sportchef Mario Theissen befürwortet ebenfalls eine Regeländerung. Er träumt von Einheitsreifen, die im Rennen beliebig oft getauscht werden können.

Michael Schumacher, in Spanien selbst das Opfer zweier Reifenschäden, erteilt allen Regel-Novitäten eine Absage: "Die Regeln sind für alle gleich. Andere kommen offenbar damit besser zurecht."

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