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McLaren fühlt sich stärker

McLaren will Red Bull angreifen

Jenson Button - Formel 1 - GP Abu Dhabi - 02. November 2012 Foto: xpb 73 Bilder

Lewis Hamilton sicherte sich am Mittag die Bestzeit im ersten Training und auch am Abend waren die McLaren bei der Musik. McLaren-Sportdirektor Sam Michael schätzt den Abstand zu Red Bull in Abu Dhabi viel kleiner ein.

02.11.2012 Bianca Leppert

Schon in Indien hatte McLaren-Sportdirektor Sam Michael prophezeit, das Blatt könne sich in Abu Dhabi schnell wenden. Nach dem Training am Freitag hatte man zumindest den Eindruck, McLaren wäre in Schlagdistanz zu Red Bull. Im ersten Training sicherte sich McLaren eine Doppelspitze mit Abu Dhabi-Spezialist Lewis Hamilton auf Platz eins. Am Abend fehlten Hamilton 0,168 Sekunden auf Sebastian Vettels Bestzeit.

Konzentration auf Setup

"Es ist die Streckencharakteristik und das Setup, denn beide Autos sind hier schnell", erklärt Michael die neue Situation. "Die Strecke liegt dem Auto. Wenn du so kleine Abstände zwischen den Teams hast, braucht es nicht viel in Sachen Setup, um einen Vorteil zu haben."

Mit dem Setup haben sich die McLaren-Ingenieure im Training zur Genüge beschäftigt. Da das Team aus Woking keine neuen Teile im Gepäck hat, konzentrierte man sich auf die Einstellungen am Auto. Dabei fiel Michael auf: "In den heißen Sitzungen sind wir bei der Musik. Aber bei den kälteren Temperaturen sind wir nicht so gut dabei. Heute Morgen waren wir sehr stark. Und ich gehe auch davon aus, dass wir morgen früh sehr stark sein werden. Aber Vettel wird im Qualifying sehr nah dran sein."

Kühlere Temperaturen schwieriger

Michael geht davon aus, dass es Hamilton auf Pole schaffen kann. Obwohl es um 17 Uhr, wenn das Zeittraining beginnt, wieder deutlich kälter ist als am Vormittag. Vor allem über die drei Qualifying-Abschnitte wird sich die Strecke permanent verändern. Michael liefert aber nur eine vage Erklärung darauf, woher die Probleme mit den Temperaturunterschieden kommen. "Es hat etwas damit zu tun, die richtige Balance zum richtigen Zeitpunkt zu finden", meint er. "Wenn die Strecke abkühlt, wirst du eigentlich schneller. Wir wurden schneller, aber die anderen wurden noch schneller. "

Vor allem mit den weichen Reifen haderte McLaren einmal mehr. Auf den Medium-Pneus war man hingegen konkurrenzfähig. Eine Erklärung könnte sein, dass die beiden McLaren-Fahrer ausgerechnet am Abend mit den weichen Reifen im Longrun unterwegs waren. Also nicht so sehr die Temperatur, sondern die Reifenmischung das Problem ist. Oder beides zusammen. Zu den Stärken zählt Michael vor allem den flüssigen ersten und zweiten Sektor mit den langen Geraden. Im dritten wird es gegen Red Bull eng.

Massa und Button mit gutem Dauerlauf

Wie die meisten im Fahrerlager rechnet man auch bei McLaren mit einer Einstopp-Strategie. "Wenn du schnell bist, freust du dich über eine Einstopp-Strategie. Wenn du nicht in der ersten Reihe bist, wird es langweilig." Umso wichtiger wäre es für die Engländer, in der Qualifikation vor Red Bull zu stehen.

Wie die drei Top-Teams sich dann im Rennen behaupten, ist schwierig vorauszusagen. Ferrari ist weiter schwach auf einer Runde, legte mit Felipe Massa aber einen sensationellen Dauerlauf hin. Der war im Schnitt 13 Hundertstel schneller als der von Button. Vettel und Hamilton lieferten mit unregelmäßigen Rundenzeiten hingegen kein Hinweis auf das Rennen am Sonntag.

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