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McLaren führt die WM an

Die Wiederauferstehung von McLaren

Kevin Magnussen Formel 1 GP Australien 2014 Foto: xpb 20 Bilder

Bei all dem Rummel um den Sieg von Nico Rosberg und die Disqualifikation von Daniel Ricciardo ging beinahe unter, dass McLaren als WM-Führender nach Malaysia reist. Die große Überraschung war Rookie Kevin Magnussen.

16.03.2014 Bianca Leppert

Wer hätte das gedacht? McLaren tauchte beim Saisonauftakt in Melbourne aus der Versenkung auf. Während man im vergangenen Jahr keinen einzigen Podiumsplatz feiern konnte und den letzten Sieg in Brasilien im Jahr 2012 feierte, landeten in Down Under gleich beide Piloten in den Top 3. Ursprünglich war es nur Kevin Magnussen vorbehalten auf dem Treppchen mit Champagner zu spritzen, doch nach der Disqualifikation des Zweitplatzierten Daniel Ricciardo rutschte Jenson Button noch auf den dritten Platz auf. So oder so hat McLaren die Führung in der Teamwertung mit 33 Punkten vor Mercedes übernommen.

Lob vom Chef

"Wir waren nicht schnell genug, um zu gewinnen", lautete das Resümee von Teamchef Eric Boullier.  "Aber wir waren mit beiden Autos in den Punkten, führen jetzt die Teamwertung an und ein Rookie stand auf dem Podium. Es war ein gutes Wochenende für McLaren."

Mit seinem zweiten Platz ist Kevin Magnussen nach Sebastian Vettel der zweitjüngste Pilot auf dem Podium. Vettel stand in Monza 2008 mit 21 Jahren 2 Monaten und 11 Tagen bei der Siegerehrung, Magnussen ist genau drei Monate älter. Die beste Platzierung bei einem Debütrennen war es allerdings nicht. Ein Sieg bei der Premiere gelang Giancarlo Baghetti im Jahr 1961, Jacques Villeneuve schaffte es 1996 bei seinem ersten Auftritt ebenfalls auf den zweiten Platz.

"Das Rennen von Kevin war eine der besten Leistungen eines Formel 1-Neulings in der jüngeren Geschichte", lobte ihn sein Chef. "Für das, dass er so jung und unerfahren ist, fuhr er wie einer, der schon 100 Grands Prix absolviert hat. Mich hat vor allem seine Reife überrascht." Kevins Vater und ehemaliger Formel 1-Pilot Jan Magnussen, weilte beim 12-Stunden Rennen in Sebring, als sein Sohn die Formel-1-Welt aufmischte. Bei Twitter ging ein Foto herum, wie ihn der Triumph bewegte.

Button sieht gegen Magnussen alt aus

"Kevin muss mit den Füßen auf dem Boden bleiben", gibt Boullier. "Ich habe darauf geachtet, dass er mit dem Druck umgehen kann und sich auf die richtigen Dinge konzentriert." Trotzdem ließ er Jenson Button als alten Hasen bei McLaren alt aussehen. Einen teaminternen Machtkampf befürchtet der neue McLaren-Capo Boullier deshalb aber nicht. "Stellen Sie diese Frage lieber mal Mercedes oder Ferrari", entgegnet er. "Bei uns gibt es kein Problem."

Button war mit dem zehnten Startplatz im Vergleich zu Magnussen auf Rang vier schlechter ins Rennen gestartet. Im Qualifying machte ihm die Gelbphase am Ende einen Strich durch die Rechnung. In der Safety Car Phase im Rennen stimmte das Timing und er nutzte sie geschickt, um an die Box anzubiegen. Am Ende reichte der Strategie-Streich aber nicht mehr, um Magnussen einzuholen. "Meine Reifen waren einige Runden älter als die von Ricciardo und Magnussen. Es war deshalb schwierig."

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