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McLaren

Hamilton bekommt seine Chance

Foto: dpa

Update ++ McLaren-Mercedes setzt den Engländer Lewis Hamilton nun doch als Teamkollegen von Fernando Alonso ein. Doch Teamchef Ron Dennis scheint immer noch an den Qualitäten des Youngsters zu zweifeln.

23.11.2006 Markus Stier

McLaren gab am Freitag (24.11.) offiziell bekannt, dass Lewis Hamilton 2007 das zweite Cockpit besetzt. "Ein echter Traum wird für mich wahr", sagte Hamilton. "Es war mein klares Ziel, für McLaren-Mercedes in der Formel 1 zu starten. Für mich ist diese Entscheidung der Höhepunkt meiner bisher besten Saison." Hamilton ist der erste von McLaren und Mercedes geförderte Fahrer, der auch als GP-Fahrer bei den Silbernen antreten darf.

Doch vollends überzeugt scheint das Team vom klaren GP2-Champion des Jahres 2006 immer noch nicht. Bei Tests in Silverstone und Jerez sah der Neuling gegenüber Pedro de la Rosa zwar nicht schlecht aus, doch Hamilton war mit weniger Benzin und mehr Drehzahl unterwegs als der Spanier. Zudem sollen die Ingenieure in Jerez mit Hamiltons Aussagen zum Auto nicht ganz zufrieden gewesen sein.

Er erhält daher keine fixe Zusage über die komplette Saison. Sollten seine Leistungen nicht den Vorstellungen der Team-Oberen entsprechen, kann er jederzeit ausgetauscht werden. Das Team steht nach der schwachen Saison 2006 unter Druck. Mercedes-Vorstandschef Dieter Zetsche fordert den Titel.

"Klar ist, dass Lewis im Vergleich mit den anderen 21 Formel-1-Fahrern im Feld noch ein Erfahrungsdefizit in solchen Autos hat. Ausgiebige Tests in den nächsten Monaten werden ihn aber auf seine erste Saison vorbereiten", sagt Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Paffett zurück in die DTM

Parat stünden als Ersatzspieler Edelreservist und Testfahrer Pedro de la Rosa, aber auch Gary Paffett. Der Engländer, der mangels Renncockpit um eine Freigabe bei Ron Dennis gebeten hatte, ist nach einer kurzen Exkursion zu Honda in die Arme von Mercedes zurückgekehrt. Honda konnte keinen befriedigenden Einsatzplan für Paffett garantieren, nun wünscht sich der Brite eine Rückkehr in die DTM. "Gary ist ein geborener Rennfahrer und eine zweite Saison als reiner Testfahrer, wäre nicht gut für ihn. In seinem Alter braucht man die Rennpraxis", sagt Manager Martin Brundle.

"Ich würde gern meinen Titel von Bernd Schneider zurückholen", sagt der DTM-Sieger der Saison 2005. Doch Paffett will nicht nur wegen der Rennpraxis in die DTM zurück. Der 25-Jährige muss noch finanziellen Verpflichtungen aus alten Zeiten nachkommen und Geld verdienen. Ein Engagement beim Spyker-Team, wo er Geld mitbringen müsste, kam somit nicht in Frage. Sollte sich McLaren-Mercedes in der Formel 1 mit Prodrive-Chef David Richards zusammenspannen und für 2008 eine Art B-Team gründen, wäre Paffett allerdings erste Wahl für ein GP-Cockpit.

Häkkinen hat noch nicht unterschrieben

Doch auch in der DTM müsste erst noch Platz für Paffett geschaffen werden. Mercedes-Sportchef Norbert Haug plant ebenso wie Rivale Audi nur mit vier neuen Werks-Autos für die Saison 2007. Die wären aber mit Bernd Schneider, Bruno Spengler, Jamie Green und Mika Häkkinen schon besetzt. Häkkinen hat allerdings noch nicht unterschrieben. Zwar betonte Norbert Haug gegenüber "Motorsport aktuell", der Finne bleibe in der DTM, räumte aber ein, dass noch einige Details zu klären seien.

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