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McLaren-Mercedes

McLaren hofft auf ein Wunder

Vettel Hamilton Button GP China 2011 Foto: xpb 24 Bilder

Jenson Button und Lewis Hamilton starten von den Plätzen zwei und drei. Eigentlich eine gute Ausgangsposition. Doch vom Gewinnen dürfen sie nur träumen, wenn sie den Start gegen Sebastian Vettel gewinnen. Sonst hilft nur noch ein Wunder.

16.04.2011 Michael Schmidt

Jenson Button ist in diesem Jahr eine harte Nuss für Lewis Hamilton. Auch in der Qualifikation. Button verkürzte im Trainingsduell mit seinem Landsmann auf 1:2. Dafür opferte er einen Satz weicher Reifen. Hamilton hat aus dem Fehler in Malaysia gelernt. Bloß nicht mit einem Reifen-Handikap ins Rennen starten. "Ich habe mir vorgenommen, mir einen Satz weicher Reifen für das Rennen aufzuheben. Deshalb habe ich es im Top Ten-Finale bei einem Versuch belassen. Da stehst du natürlich mehr unter Druck."

Fahrer müssen vom Sieg träumen

Auch Button diskutierte mit seinen Ingenieuren über die Hamilton-Taktik. "Wir hatten aber nach Q2 das Gefühl, dass wir gegen Vettel um die Pole Position kämpfen können. Ich konnte ja nicht ahnen, dass der eine solche Superrunde hinlegt." Trotzdem war Button zufrieden. Einmal, weil er den Teamkollegen  in die Schranken wies. Zum zweiten, weil es am Freitag noch nicht nach erster Startreihe ausgesehen hatte. "Wir haben über Nacht das komplette Setup umgebaut. Plötzlich war die Balance da."

McLaren hatte aus drei unterschiedlichen Aerodynamikvarianten eine Zwischenlösung gewählt. Auspuff und Diffusor sind halb Melbourne-Spezifikation, halb Sepang-Version. Trotz Steigerung am Samstag betrug der Rückstand auf Vettel wieder mehr als sieben Zehntel.

Teamchef Martin Whitmarsh gibt die Hoffnung nicht auf: "Wir werden weiter kämpfen. In der Türkei gibt es eine weitere Ausbaustufe, und die sollte uns ein Stück näher an Red Bull heranbringen." Noch nicht einmal für den GP China will Whitmarsh die Flinte ins Korn werfen: "Wenn unsere Fahrer heute Nacht nicht vom Sieg träumen, haben sie etwas falsch gemacht."

Reifen als entscheidender Faktor

Button bremst die Euphorie seines Chefs: "Der Anlauf in die erste Kurve ist relativ kurz. Selbst wenn Red Bull auf KERS verzichten würde und wir nicht, würde es wahrscheinlich nicht reichen." Doch der Start ist die einzige Chance von McLaren.

Wenn Vettel in der ersten Kurve vorne liegt, verschwindet er auf Nimmerwiedersehen. Hamilton meint trotzig: "Im Rennen ist der Vorsprung der Red Bull nicht so groß wie im Training. Da konnten wir bei den letzten Rennen ganz gut mithalten. Und hier in Shanghai habe ich den Vorteil frischerer Reifen."

Hamilton hob sich einen Satz weicher und zwei Sätze harter Reifen für den Grand Prix auf. Vettel kann nur noch auf einen frischen Satz Reifen zurückgreifen. Einen der Marke hart. "Den kannst du eh vergessen", winkt Button ab. "Der ist im Vergleich zu den weichen viel zu langsam." Der Unterschied beträgt 1,5 Sekunden pro Runde.

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