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McLaren-Honda reagiert auf Probleme

Versprochene PS sind da

Jenson Button - McLaren - Formel 1-Test - Barcelona - 27. Februar 2015 Foto: ams 24 Bilder

McLaren-Honda hat sich bei den Wintertestfahrten nicht mit Ruhm bekleckert. Defekte, ein ungeklärter Unfall, nur 1.751 Kilometer an 12 Tagen. Trotzdem sieht das Team positive Anzeichen. Und organisiert sich nach der pannenreichen Vorbereitung neu.

09.03.2015 Michael Schmidt

Die Zahlen sind kein Ruhmesblatt. McLaren-Honda schafft an 12 Testtagen 1.751 Kilometer. Kaum mehr als Force India in zweieinhalb Tagen zurückgelegt hat. In neun von zwölf Fällen musste McLaren das Testprogramm frühzeitig abbrechen oder längere Pausen in Kauf nehmen. Acht Mal wegen Defekten. Einmal nach Fernando Alonsos rätselhaftem Unfall. Der Spanier fällt für den Saisonauftakt aus.

Einziger Lichtblick war der zehnte Testtag. Da drehte Jenson Button 101 Runden. Die zweitgrößte Distanz lag mit 59 Runden schon deutlich zurück. Zunächst störte anhaltender Elektronikärger den Testbetrieb. Dann Schwierigkeiten mit dem Elektromotor MGU-K. Und zum Schluss stoppten Öl- und Wasserlecks den Versuch, wenigstens eine Rennsimulation zu absolvieren.

Software von McLaren, Hardware von Honda

Trotz der erschreckenden Bilanz sehen die Ingenieure bei McLaren und Honda langsam Licht am Ende des Tunnels. "Das Paket ist besser als es den Anschein hat", resümierte Teamchef Eric Boullier. Er bezieht sich dabei auf die wenigen Phasen, in denen der McLaren MP4-30 Honda problemfrei lief. Da konnte man ahnen, dass Auto und Motor Potenzial haben.

Fernando Alonso, Jenson Button und Alonso-Ersatz Kevin Magnussen lobten vor allem das neue Auto. Es ist einfach zu fahren, einfach zu verstehen und berechenbar. Die neue Aerodynamik-Philosophie zeigt Wirkung: "Dieser Weg wird McLaren wieder zu einem Siegerauto führen. Der alte Pfad war ausgetreten", ist Button überzeugt. Der Motor muss sich dieses Prädikat erst verdienen. Ein Teammitglied beharrt: "Die PS, die uns Honda versprochen hat, sind da."

Button strich die "exzellente Fahrbarkeit", des Honda V6-Turbos hervor. Nur einlösen konnte die Antriebseinheit ihre Vorschusslorbeeren nicht. "Immer, wenn wir volle Leistung fahren wollte, gab es Probleme mit Leckagen und Dichtungen". McLaren und Honda haben sich deshalb neu organisiert. McLaren kümmert sich ab sofort um die komplette Software. So kann sich Honda voll auf den Motor und den Elektroantrieb konzentrieren.

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