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McLaren-Honda schafft erste Renndistanz

Drei Motoren für Alonso

Jenson Button - McLaren - Formel 1 - GP Australien - 13. März 2015 Foto: xpb 71 Bilder

McLaren-Honda hat ein Etappenziel geschafft. Jenson Button sah beim GP Australien die Zielflagge. Die 56 Runden am Stück sind Rekord. Für Kevin Magnussen endete das Rennen vor dem Start mit einem Motorschaden. Damit bleiben nur noch drei Motoren für Alonso.

17.03.2015 Michael Schmidt

Der GP Australien begann für McLaren-Honda mit der Fortsetzung des Leidenswegs. Kevin Magnussen explodierte auf dem Weg in die Startaufstellung der Motor. Einer von insgesamt vier Expemplaren für die Saison. Magnussen wird es verschmerzen können. Er ist nur Ersatzfahrer. Fernando Alonso sah am TV-Schirm, dass sein Kontingent nun schon auf drei Einheiten geschrumpft ist.

Der Spanier war zwar nicht in Melbourne, aber trotzdem immer dabei. "Fernando hat über eine Live-Schaltung von zuhause aus an allen Briefings teilgenommen. Nächste Woche kommt er in die Fabrik nach Woking", verriet Teamchef Eric Boullier. Einem Comeback steht dann nur noch der Check der FIA-Ärzte im Weg.

McLaren-Honda schraubt Rekord von 12 auf 56 Runden

Der Fehlstart in den GP Australien fand doch noch ein Happy end. Jenson Button sah die Zielflagge. Zwei Runden hinter dem Sieger. "Zuvor lag der Rekord bei 12 Runden am Stück. Jetzt waren es 56. Wir haben heute unendlich viel gelernt", freute sich der Engländer über einen elften Platz, der unter normalen Umständen eine Enttäuschung gewesen wäre.

Eric Boullier hakte das erste Etappenziel ab: "Wir wissen jetzt, dass wir eine GP-Distanz schaffen können. Jetzt muss der Speed kommen." Das Geheimnis für die wundersame Marathonleistung des Honda V6-Turbo ist schnell erklärt. Honda gab gerade so viel Power frei, wie man vertreten konnte. Der Topspeed lag bei 288,6 km/h. Die Sauber waren um 21 km/h auf der Geraden schneller. Boullier verteidigte Hondas Schmalspur-Programm: "Wir mussten Daten sammeln, um eine Basis zu haben. Der Berg, der vor uns steht, ist riesig."

Kompakter Honda V6 provoziert Temperaturprobleme

Die Vorsicht war nach den Erfahrungen des Trainings abgebracht. Immer wieder brachen neue Probleme auf, die wegen der geringen Laufzeiten vorher nicht entdeckt werden konnten. Nach dem ersten Trainingstag wurde der Antrieb der MGU-K getauscht. Die Welle ist das am höchsten belastete Teil im Antrieb. Mercedes, Ferrari und Renault bezahlten schon im letzten Jahr Lehrgeld damit. In der Qualifikation brach an Kevin Magnussens Motor eine Zündkerze.

Je höher die Außentemperaturen, umso mehr musste Honda die Leistung zurückschrauben. Manchmal hatte man den Eindruck, Jenson Button und Kevin Magnussen hätten nur die 650 PS des Verbrennungsmotors zur Verfügung. Auf der Hälfte der Geraden schien dem Honda V6 die Kraft auszugehen.

Ein fundamentales Problem liegt in der kompakten Bauweise des Motors. Er ist kleiner als alle Konkurrenzprodukte. Im V des Sechszylinders wird es zu heiß. Dabei schmelzen Sensoren und Leitungen dahin, und der Elektroantrieb meldet sich ab. Die Lösung des Problems braucht Zeit. Bei McLaren schätzt man bis zu Beginn der Europa-Saison.

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