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McLaren im Rückstand?

"Keiner war heute im Q3-Modus unterwegs"

Kevin Magnussen - McLaren - Formel 1 - Test - Bahrain - 1. März 2014 Foto: xpb 22 Bilder

Bei McLaren klingeln langsam die Alarmglocken. Im Mercedes-Quartett ist der MP4-29 aktuell nur das drittschnellste Auto hinter Williams und dem Werksteam. Kevin Magnussen will nicht zu viel in die Testzeiten interpretieren. McLaren hat noch Luft nach oben.

01.03.2014 Tobias Grüner

Bei McLaren ist die Stimmung nach dem guten Auftakt in Jerez ein wenig nach unten gekippt. Zwar gehört das neue Auto immer noch konstant zu den schnellsten im Feld. Doch die Show wird von anderen bestimmt. Ausgerechnet die Mercedes-Konkurrenz sorgt für die Schlagzeilen.

Der Werks-Silberpfeil und der Williams waren am vorletzten Testtag von Bahrain rund 2,5 Sekunden entfernt. Das lässt sich auch nicht durch den Reifennachteil (Soft vs. Supersoft) oder einem großen Sprit-Malus komplett schönrechnen. Kevin Magnussen war in der letzten halben Stunde des Tages genau wie seine Kollegen auf einer schnellen Quali-Simulation unterwegs.

McLaren wird sich in Melbourne steigern

Der dänische Rookie warnt aber davor, zu viel in die Zeiten zu interpretieren. "Mercedes und Williams haben heute sehr schnell ausgesehen. Aber heute war noch keiner im Q3-Modus unterwegs." In Melbourne erwartet Magnussen noch deutliche Steigerungen – vor allem am eigenen Auto: "Bei uns kommt noch was. Wir sind noch nicht in Bestform. Das Auto fühlt sich an, als hätte es noch viel Potenzial. Wir haben einen festen Plan und wissen, wie wir uns noch verbessern können."

Vor allem Abtrieb fehlt noch, gibt der Youngster zu. Das hatte am Vortag auch schon Jenson Button bemängelt. In Sachen Zuverlässigkeit ist McLaren ebenfalls nicht auf der sicheren Seite. Am Vormittag stand das silberne Auto länger als geplant in der Garage. "Wir hatten einige Elektrik-Probleme in der Früh. Das haben wir aber relativ schnell aussortiert und dann den Großteil des Plans abarbeiten können", so Magnussen einigermaßen zufrieden.

Magnussen schon nervös vor F1-Debüt

Mit seinem letzten Testauftritt ist die Vorbereitung auf den Premieren-Grand Prix für den Neuling fast abgeschlossen. "Wir werden diesen Test natürlich noch genau analysieren und jedes Bisschen Information rausquetschen. Aber es ist schon ein besonderes Gefühl, dass ich das nächste Mal erst wieder in Australien im Auto sitzen werde. Ich bin schon ganz aufgeregt. Ich habe keine Angst davor. Aber ich bin natürlich nervös - in positiver Weise. Ich wünschte, es wäre morgen schon so weit."

In Sachen Vorbereitung fühlt sich Magnussen bereit für die Aufgabe: "Man denkt natürlich immer, dass man noch mehr machen könnte. Mit unbegrenzter Zeit, würde man wohl nie mit dem Testen aufhören. Man lernt immer etwas dazu. Michael Schumacher hat sicher bis zu seinem letzten Tag in der Formel 1 dazugelernt. Ich glaube aber, dass ich jetzt alle Grundlagen habe, um ein Rennen zu absolvieren. Ich kenne alle Abläufe und weiß worauf es im Laufe eines Rennwochenendes ankommt."

Erstes Rennen ohne Zielvorgabe

Im Vergleich zu seinen bisherigen Erfahrungen in der Renault World Series und der Formel 3 ist die Formel 1 eine neue Welt für Magnussen: "Man muss während einem Rennen an so viele Dinge denken. Es geht nicht einfach nur ums Fahren. Es geht auch um Spritsparen und um Reifenschonen. Wir haben Unmengen an Knöpfen am Lenkrad. Aber das macht die Sache auch aufregend."

Eine Antwort auf die Zielsetzungen für das erste Rennen wollte der Rookie aber nicht geben. "In der Formel 1 kann man sich keine konkreten Ziele setzen. Die wahre Pace kennt man erst in der dritten Runde des Qualifyings", wiegelt Magnussen ab. Nur so viel: "Ich habe an mich selbst sehr hohe Erwartungen."

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