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McLaren im Zwischentief

Zu viele schnelle Kurven für die Silberpfeile

Heikki Kovalainen Foto: Wolfgang Wilhelm 56 Bilder

In Budapest und Valencia kehrte McLaren-Mercedes in den Kreis der Siegkandidaten zurück. Nur sieben Tage nach dem zweiten Platz von Lewis Hamilton waren die Silberpfeile wieder nur Mittelmaß. Es lag an der Streckencharakteristik.

01.09.2009 Michael Schmidt

Diesmal half nicht einmal mehr KERS. McLaren-Mercedes betrieb mit dem sechsten Platz von Heikki Kovalainen Schadensbegrenzung. Hätte der Finne nicht den magischen Knopf am Lenkrad gehabt, hätte er sich gegen Rubens Barrichello nicht wehren können. "Ich habe den Boost-Knopf jeweils drei Sekunden an zwei verschiedenen Stellen gedrückt. Aus der La Source-Haarnadel raus und dort, wo die Stavelot-Kurve in den alten Streckenteil mündet."

Das kleine Formtief kann mit der Streckencharakteristik begründet werden. "Zu viele schnelle Kurven", bedauerte Kovalainen. Um die Autos dort einigermaßen auf der Straße zu halten, mussten die Flügel steil gestellt werden. Das kostete Top-Speed. Trotz KERS fehlten Kovalainen fünf km/h auf die Force India.

Turbulenzen bei kurzem Radstand

McLaren hatte für Spa auf den langen Radstand zurückgerüstet. Trotz des zweiten Platzes von Lewis Hamilton in Valencia blieben Zweifel. Das Auto zeigte zwar ein spontaneres Einlenkverhalten, neigte aber auch zum Übersteuern. Das wollte man in den schnellen Kurven von Spa den Fahrern nicht zumuten. Eigentlich sollte der kurze Radstand genau das verhindern.

"Uns fehlen noch die Daten, das Auto optimal abzustimmen", bedauerte Teamchef Martin Whitmarsh. Offenbar bilden sich hinter den Vorderrädern Turbulenzen, die die Anströmung des Hecks beeinträchtigen. Das kann daran liegen, dass sich der Abstand zwischen Vorderrädern und Seitenkästen verkürzt hat.

Monza passt wieder besser

Das Ergebnis in Spa muss nicht richtungsweisend sein, auch wenn in Monza schon wieder mit einem Aero-Paket für wenig Anpressdruck gefahren wird. Doch in Monza passt die Streckenführung besser in das Anforderungsprofil der McLaren. Mehr Stop und Go, weniger schnelle Kurven.

Für Jenson Button sind die Silberpfeile in Monza sogar Favorit: "Der Silberpfeil ist das Auto, das es in Monza zu schlagen gilt." Auch wegen KERS im Qualifying. "Die können auf der Zielgeraden zwei Mal sechs Sekunden lang boosten. Das macht eine halbe Sekunde pro Runde."

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