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McLaren in Malaysia

Bluff oder echter Red Bull-Schreck

Jenson Button - GP Malaysia 2011 Foto: xpb 17 Bilder

Die McLaren-Mercedes haben im zweiten Training zum Grand Prix von Malaysia groß aufgetrumpft. Der Abstand zu den Red Bull bewegte sich im Tausendstelbereich. Haben die McLaren-Piloten mit wenig Sprit nur die Muskeln spielen lassen oder bahnt sich eine Gegenwehr für Red Bull an?

08.04.2011 Michael Schmidt

Jenson Button verfehlte Mark Webbers Bestzeit im Training von Malaysia um 0,005 Sekunden. Unter normalen Umständen hätte der Weltmeister von 2009 die Bestzeit gefahren. Doch Button musste in Kurve 15 vom Gas. Das kostete laut Teamchef Martin Whitmarsh zwei oder drei Zehntel.

"In der letzten Kurve wurden die gelben Flaggen geschwenkt. Wir haben Jenson mehrmals gewarnt, aber er schien uns nicht zu hören. Zum Schluss haben wir in den Funk gebrüllt, um eine Strafe zu vermeiden. Zum Glück hat es Jenson noch rechtzeitig gemerkt."

McLaren als echte Gefahr für Red Bull?

Lewis Hamilton bestätigte die gute McLaren-Form mit der drittschnellsten Zeit. Der Zweite des GP Australien ließ den Sieger Sebastian Vettel um acht Hundertstel hinter sich. Jetzt fragen sich alle: Ist das der Beginn einer McLaren-Renaissance oder nur ein Bluff mit wenig Benzin an Bord?

Die Dauerläufe deuten darauf hin, dass McLaren in Sepang den Red Bull noch näher gerückt ist als in Melbourne. Nur Hamilton und Button schafften wie Vettel und Webber 1,44er Zeiten am Stück. Mercedes und Ferrari lagen in dieser Disziplin um mehr als eine Sekunde zurück. "Auch auf eine Runde scheinen wir auf dem Niveau der Red Bull zu fahren, vorausgesetzt das Spritniveau war vergleichbar", resümierte Whitmarsh am Ende des zweiten Trainings zufrieden.

Balance-Probleme bei McLaren

Dabei hatte der Tag mit einer schlechten Nachricht begonnen. Beide Fahrer klagten in der Morgensitzung über massive Balanceprobleme. Und die Ingenieure rätselten, ob ihre Ausbaustufe ihr Ziel verfehlt hat. Unterboden, Auspuff und Bremsbelüftungen waren neu. Wieder ein Kraftakt aus Woking in nur zehn Tagen.

"Wir standen vor dem Dilemma, ob wir das Auto auf die Reifen falsch abgestimmt hatten, oder ob unsere Änderungen ein Schuss nach hinten waren. Wegen der größeren Hitze und der schnellen Kurven benehmen sich die Reifen hier anders als in Melbourne. Da ist es gut möglich, dass man mit dem Setup in die falsche Richtung läuft", berichtete Whitmarsh.

Button fährt Melbourne-Setup

Deshalb wurde im Briefing zwischen den Trainingssitzungen entschieden: Buttons Auto wird auf den Stand Melbourne zurückgerüstet, bei Hamilton bleibt die neue Konfiguration an Bord. Dass Button mit der alten Version die bessere Zeit gefahren ist, lässt immer noch Fragen offen.

Hamilton klagte auch am Nachmittag über Schwierigkeiten mit der Balance. Trotzdem fuhr er die drittschnellste Zeit. Bei McLaren muss jetzt entschieden werden, auf welches Pferd man am Samstag setzt. Gut möglich, dass die Fahrer mit unterschiedlichen Autos ins Rennen gehen. Es wäre nicht das erste Mal. Erinnern wir uns an Monza 2010. Da fuhr Button mit F-schacht und Hamilton ohne.

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