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McLaren

Jubiläum ohne Jubelstimmung

Foto: dpa

Vor dem 200. gemeinsamen Auftritt in der Formel 1 von McLaren und Mercedes haben McLaren-Chef Ron Dennis Spekulationen und Gerüchte um die Zukunft und den Zustand seiner Firma die Laune verhagelt.

27.08.2006

Am Rande des Großen Preises der Türkei wehrte sich der Brite am Wochenende gegen Berichte über angeblich riesige Schulden und bemühte sich, Meldungen über eine komplette Übernahme durch den mächtigen Partner Mercedes zu relativieren.

"Die Wahrheit ist, dass wir finanziell nie so stark gewesen sind wie heute", sagte der 59 Jahre alte Selfmade-Manager und Ex-Mechaniker am Rande des Rennens am Bosporus. Sein Team habe noch nie ein so großes Portfolio von Sponsoren gehabt in der Firmengeschichte, "wahrscheinlich sogar das größte von allen Grand-Prix-Teams". Unter anderem zog der Rennstall den Telekommunikation-Riesen Vodafone für 2007 als Geldgeber von Konkurrent Ferrari zu den Silberpfeilen.

20 oder 500 Millionen Dollar Schulden?

Das britische Magazin "F1Business" hatte dagegen zuletzt über einen großen Schuldenberg bei McLaren berichtet. "Das ist Quatsch", meinte Dennis. "Wir haben die niedrigsten Schulden aller Teams, das sind weniger als 20 Millionen Dollar." Die finanziellen Belastungen, unter anderen hervorgerufen durch den auf 500 Millionen Euro geschätzten Bau der Firmen-Zentrale Paragon in Woking, wurden auch in anderen Medien als ein Grund angeführt, dass McLaren durch seinen Partner Mercedes geschluckt werden könne.

"auto motor und sport" hatte bereits vor zwei Wochen gemeldet, der neue DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche, der auch die Automobilsparte Mercedes verantwortlich leitet, wolle ein klares Marketing- und Technikkonzept umsetzen. Dies gelte auch für das Formel-1-Engagement. Mercedes hatte die Medienberichte weder bestätigen noch dementieren wollen. "Es ist kein Geheimnis, dass es für DaimlerChrysler die Möglichkeit gibt, den Anteil von 40 Prozent an der McLaren-Group aufzustocken. Ob dies passieren wird, ist indes nicht entschieden", lautete die offizielle Stellungnahme.

Ron Dennis: "Option einer Übernahme"

Dennis bestätigte in Istanbul zumindest, dass nach dem Wechsel an der Führungsspitze bei Mercedes über die Option einer Übernahme diskutiert wurde. "Aber es ist nichts Neues. Das ist nichts, was unsere Zusammenarbeit verbessern würde, und es macht uns auch nicht konkurrenzfähiger", fügte der Brite hinzu.

Der Stuttgarter Konzern besitzt seit Juli 1999 bereits 40 Prozent an der TAG McLaren Group. Der damalige Verkaufspreis betrug angeblich 400 Millionen Dollar. Dennis und der Unternehmer Mansour Ojjeh halten jeweils 30 Prozent an der McLaren Group. Zu der Gruppe gehören das Formel-1-Team McLaren International und McLaren Cars, wo der Sportwagen Mercedes SLR produziert wird.

McLaren und Mercedes fahren seit 1995 gemeinsam in der Formel 1. 1998 und 1999 holte der Finne Mika Häkkinen die Fahrertitel, zudem gewann die britisch-schwäbische Renngemeinschaft 1998 auch die Konstrukteurswertung. In dieser Saison haben die Silberpfeile keine Chance mehr, in den WM-Kampf einzugreifen.

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