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GP Japan

McLaren lässt Red Bull alt aussehen

Jenson Button -  - Formel 1 - GP Japan - 9. Oktober 2011 Foto: xpb 68 Bilder

Zu gern hätte Sebastian Vettel seinen Titel mit einem Sieg gefeiert. Doch Jenson Button und Fernando Alonso machten ihm einen Strich durch die Rechnung und waren einfach schneller.

09.10.2011 Bianca Leppert

Da hat Sebastian Vettel schon neun Siege in dieser Saison auf dem Konto und dann muss er sich ausgerechnet in dem Rennen geschlagen geben, in dem er zum Weltmeister gekürt wird. Es passierte in dieser Saison nur ganz selten. Doch McLaren und Ferrari waren in Suzuka einfach schneller unterwegs als Vettel.

Reifenflüsterer Jenson Button

Nur am Start jagte der Red Bull-Pilot zunächst allen davon. Doch die Überlegenheit sollte nicht lange währen. Nach dem zweiten Boxenstopp übernahm Jenson Button die Führung. Der McLaren-Pilot blieb eine Runde länger auf der Strecke und stoppte im zehnten Umlauf sowie im zwanzigsten und Runde 36. Button und sein McLaren gingen mit den weichen Reifen pfleglicher um als der Red Bull. Deshalb holte er immer am Ende eines Stints auf. Auch beim zweiten Stopp konnte Button eine Runde später als Vettel die Box ansteuern.

"Es war ein sehr spannendes Rennen, in dem es nicht nur darum ging auf eine Runde schneller zu sein. Du musstest während des Rennens nachdenken", erklärt Button den Schlüssel zum Erfolg. In der Runde, in der Button länger draußen bleiben konnte, gab er richtig Gas und knöpfte Vettel so Zeit ab. Während Vettel in Runde 19 vor seinem zweiten Stopp mit 1.42,940 Minuten um den Kurs fuhr, wurde Button eine Zeit von 1.39,846 Minuten notiert. Selbst in der 20. Runde - kurz vor seinem Stopp - schaffte er noch eine Zeit von 1.41,578 Minuten.

Vettel gesteht Schwäche ein

"Wir waren heute am Ende der Stints ein bisschen zu schwach mit dem Option-Reifen gegen die zwei anderen Jungs", erklärt Vettel die Situation. "Jenson hat besser auf seine Reifen geschaut als der Rest. Er war am Ende der Stints in der Lage härter zu pushen. Mit dem weichen Reifen mussten wir immer recht früh reinkommen."

Fernando Alonso nutzte den Red Bull-Nachteil ebenfalls für sich und profitierte von dieser Schwäche. Er ging nach der dritten Boxenstopp-Phase am Weltmeister vorbei. Zwar war Vettel auf den Medium-Reifen am Ende bei der Musik - wie der Longrun am Samstagmorgen andeutete. Er verlor jedoch viel Zeit, als er nach seinem dritten Stopp im Verkehr stecken blieb.

Button lässt nichts anbrennen

Button lieferte hingegen ein fehlerfreies und souveränes Rennen ab. Selbst beim Restart in Runde 27 hatte Vettel keine Chance. "Das wir zurückschlagen konnten, war so zufriedenstellend. Die Leistung hat das ganze Wochenende über im Auto gesteckt", sagte Button.

Nur in den letzten Runden wurde Button nochmal auf die Probe gestellt. Zwischen ihm und Alonso lagen bei der Zieldurchfahrt nur 1,1 Sekunden, zwischen Button und Vettel zwei Sekunden. "Diese paar letzten Runden waren extrem spannend", meinte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh. "Wir waren in der Position um den Sieg zu kämpfen, aber das ist noch nervenaufreibender, wenn du das Auto in Führung bist! Es war ein sehr spannendes aber fantastisches Spektakel und Jenson hat nichts falsch gemacht. Er ist mit außerordentlicher Ruhe gefahren, deshalb hat er den Sieg heute sehr verdient."

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