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McLaren-Mercedes

Endlich frei Angasen in Sao Paulo

McLaren-Mercedes Foto: Wolfgang Wilhelm 53 Bilder

Nach zwei engen Titelentscheidungen in den vergangenen Jahren hat McLaren-Mercedes in dieser Saison keine Chancen im Meisterkampf. Die Silberpfeile können deshalb befreit auffahren und volles Risiko gehen.

13.10.2009 Tobias Grüner

McLaren-Mercedes hat eine Achterbahn-Saison hinter sich. Auf den schwachen Saisonstart folgte eine beeindruckende Aufholjagd. Seit dem Sieg in Ungarn hat kein Pilot so viele Punkte gesammelt wie Weltmeister Lewis Hamilton. Allerdings kamen dazwischen auch immer wieder Rückschläge wie der Trainingscrash in Monaco, und die beiden schmerzhaften Ausfälle am Nürburgring und in Monza.

Außer dem dritten Platz in der Konstrukteurswertung gibt es für Silberpfeile in den letzten beiden Saisonrennen nichts mehr groß zu gewinnen - aber eben auch nichts mehr zu verlieren. "Wir können in diesem Jahr ziemlich frei angasen", erklärt Mercedes-Sportchef Norbert Haug. In den beiden letzten Saisons war die Situation deutlich angespannter. Lewis Hamilton reiste jeweils mit einem Vorsprung nach Sao Paulo, der trotz aller Sicherheitsmaßnahmen in Gefahr geriet.

Hamilton machts spannend

2007 wurde der Brite wegen eines streikenden Getriebes noch von Kimi Räikkönen abgefangen. 2008 zitterte sich Hamilton auf feuchter Strecke in den letzten Runden gerade so zum Titel. "Das war sicher kein so schönes Gefühl, den Titel so knapp zu verpassen", blickt Haug zurück. "In diesem Jahr ist Brasilien aber ein Rennen, auf das wir uns freuen."

In der Höhe von Sao Paulo hatten die Motorenexperten von Mercedes zuletzt noch etwas Drehzahl rausgenommen, um auf Nummer sicher zu gehen. In diesem Jahr will man voll angreifen. "Wir sollten ganz gut aussehen. Das Infield mit den engen Kurven scheint uns zu liegen. Es gibt nicht so viele schnelle Kurven, die in dieser Saison nicht so unsere Stärke waren. Auch wenn wir auch in diesem Bereich Fortschritte gemacht haben."

KERS- und Motorvorteil bei McLaren

Dazu kommt Mercedes mit dem anerkannt stärksten Motor nach Brasilien. Auf der langen Bergauf-Gerade über Start und Ziel ist jedes Pferdchen wichtig. "Die Höhe spielt sicher eine Rolle. Da verliert man schon bemerkbar an Leistung. Aber das ist für alle gleich", erklärt Haug, der allerdings keine Angaben über die genauen Einbußen seines V8-Triebwerks machen will.

Mit dem Hybrid-System KERS haben die Silberpfeile noch einen Joker im Ärmel. In der Beschleunigungsphase auf die lange Zielgerade sind die 82 zusätzlichen PS ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Im Vergleich zu anderen Strecken wird in Interlagos allerdings deutlich weniger gebremst. Bedenken, dass die Hybrid-Speicher nicht voll aufgeladen werden könnten, teilt Haug aber nicht. "Ich denke, das dürfte kein Problem sein. Gebremst wird genug."

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